Samstag, 16. Juni 2007

"Austro-Hiltons" - Paris' Knastschwestern: Großer NEWS-Lokalaugenschein in der Zelle

  • Frauen sitzen wegen gestohlener Handtaschen & Co.
  • Gefängnis Inside: Gabi wegen 6.000 € hinter Gittern

Ich hätte nie geglaubt, dass ich eines Tages ins Gefängnis muss", erzählt Gabi und zieht kräftig an ihrer Zigarette. Bis zum Abend, wenn um halb elf Uhr nachts die Tür der Sieben-Frauen-Zelle in der Justizanstalt Wien-Josefstadt endgültig verschlossen wird und Schlafenszeit ist, wird die 49-Jährige an die 50 Gauloises geraucht haben. "Das ist hier der Stress, ich kann den ganzen Tag nichts tun - nur nachdenken", erklärt sie den Nikotinkonsum.

Gabi sitzt in der Mitte der Zelle an einem Konstrukt von vier zusammengeschobenen Tischen. Vor ihr stehen Dosen mit Tabak, ein Teller mit einem aufgeschnittenen Gugelhupf und eine leere Fleischkonservendose, die zu einem Aschenbecher umfunktioniert wurde. Links und rechts davon sind Stockbetten mit einem Gerüst aus Metall platziert, die Matratzen sind mit braunem Stoff überzogen und durchgelegen. Die zwei Zellenfenster mit schweren grünen Eisengittern davor sind geöffnet.

"Geld regiert die Welt"
6.000 Euro - wegen dieses Betrags muss Gabi hier zwölf Tage absitzen. Das erste Mal in ihrem Leben. Im Gegensatz zu einigen ihrer Zellenkolleginnen, die schon mehrmals von Justitia hinter Gitter gebracht wurden.

"Es war ein Finanzstrafvergehen, so eine Mehrwertsteuergeschichte, ich konnte einfach nicht zahlen. Das hat mich hierher gebracht", berichtet die früher im Bereich Public Relations Selbständige. Dass ihre berühmte Zellenkollegin aus den USA alles versucht, ihrer Haftstrafe zu entkommen, versteht Gabi, "aber wenn die Justiz sie wegen ihres Namens vorzeitig entlässt, fände ich das schlimm. Doch Geld regiert die Welt."

Die ganze Story lesen Sie im aktuellen NEWS!

16.6.2007 07:03