Spionageverdacht beim Bundesheer:
Soldat und Russe wurden festgenommen
- Vizeleutnant in Hörsching vom Dienst suspendiert
- Informationen sollen viel Geld wert gewesen sein
Ein Russe und ein Vizeleutnant des Österreichischen Bundesheeres sind unter Spionageverdacht in Oberösterreich festgenommen worden. Für den Russen klickten in Gmunden die Handschellen, für den Österreicher in Hörsching (Bezirk Linz-Land). Beide waren zuvor über Monate beobachtet worden. Die Aktion erfolgte in Zusammenarbeit von Innenministerium und Abwehramt des Verteidigungsministeriums.
Gegen den Bundesheerangehörigen gebe es verschiedene Anschuldigungen, es gehe um Nachrichtenweitergabe, erklärte Wolfgang Schneider vom Verteidigungsministerium. Der Unteroffizier sei derzeit vom Dienst suspendiert, ein Disziplinarverfahren sei eingeleitet worden. Die Vorwürfe gegen den Mann, für den die Unschuldsvermutung gelte, müssten nun geprüft werden.
Laut der Tageszeitung "Kurier" ist der Verdächtige Techniker bei den Luftstreitkräften. Die genaue Art der Spionagetätigkeit müsse erst geprüft werden, so Schneider dazu, es dürfte sich aber um eine "nicht rein militärische" handeln.
Der Russe, so der Zeitungsbericht, sei Mitglied des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, der 1991 aus dem KGB ausgegliedert worden sei. Die Informationen des Bundesheer-Angehörigen seien ihm viel Geld wert gewesen.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
