Tankstellen-Streik: Auf Italiens Straßen
wird jetzt bis zum letzten Tropfen gefahren
- Pächter protestierten gegen Liberalisierungspläne
- Viele Autofahrer sind nicht über Streik informiert

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Ein Tankstellen-Streik sorgt für Probleme in Italien. Nach Medienberichten ist die Beteiligung der Tankwarte hoch. Betroffen sind auch die Stationen an den Autobahnen. Obwohl sich viele Italiener mit Hamsterkäufen auf die spritfreie Zeit eingestellt hatten, waren viele Autofahrer über den Streik nicht informiert.
Hintergrund des Tankstellenstreiks sind Pläne der italienischen Regierung, den Markt zu liberalisieren. Mehr Konkurrenz, so die Begründung dafür, führe zu niedrigeren Abgabepreisen.
Die Tankwarte fürchten jedoch, dass viele Selbstbedienungs-Stationen eröffnet werden und Arbeitsplätze verloren gehen. In Italien gibt es mehr als 25.000 Tankstellen - zumeist kleine Betriebe. Die staatlich geführte Eni kontrolliert 40 Prozent der Tankstellen.
Die Vertreter der Tankstellenpächter drohten mit weiteren Protesttagen, sollte die Regierung von Romano Prodi ihre Liberalisierungspläne nicht rückgängig machen. Eine Gruppe von Tankstellenpächtern protestierte vor dem Regierungssitz in Rom.
Die Pächter kritisierten, dass das Netz in den vergangenen Jahren bereits tiefgreifend umstrukturiert worden sei. Die Zahl der Zapfsäulen sei seit den 90-er Jahren um 8.000 Tankstellen geschrumpft.
(apa/red)
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