Freitag, 15. Juni 2007

Tibetische Medizin in NEWS LEBEN: Beim Gesundwerden hilft der Partner aktiv mit

  • Alles über die "Geistesgifte" Hass, Ignoranz & Gier
  • Verbindung von Welt, Körper, Krankheiten & Heilung

Wir sind ständig im Stress, hecheln von einem Termin zum anderen, haben oft nur Zeit für einen Snack zwischendurch, dann wieder essen wir zu viel – gesunde Ernährung sieht anders aus. Bei vielen kommen dazu noch jede Menge Zigaretten und häufig zu wenig Schlaf. Wir nennen das modernen Lebensstil und verlangen tagtäglich unserem Organismus Schwerstarbeit ab, der dabei mehr oder weniger lange brav mitmacht. Doch irgendwann rächt sich dieser Raubbau an den eigenen körperlichen und geistigen Ressourcen. Die Folgen: Bluthochdruck, Diabetes, Depression, Burnout etc.

Die Schulmedizin kann zwar in vielen Fällen helfen. Doch gerade alte ganzheitliche Heilslehren gewinnen zunehmend an Bedeutung, um die Folgen unseres von Hektik und Leistungsdruck geprägten Lebensstils zu kurieren bzw. ihnen vorzubeugen. Der große Vorteil von Tibetischer Medizin, TCM oder Ayurveda ist ihr ganzheitlicher Ansatz, der Körper, Geist, Seele und Umwelt gleichermaßen erfasst. Für Dr. Susanne Schunder-Tatzber von der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin ist unter dem Begriff Ganzheitsmedizin ein integrativer Ansatz in der Medizin zu verstehen, „der sich nicht mehr in Schul- und Alternativmedizin auftrennen lässt, sondern individuelle ganzheitliche Ansätze für das jeweilige Gesundheitsproblem des Patienten sucht“.

Unwissenheit macht krank
Besonders charakteristisch für die Tibetische Medizin – und da unterscheidet sie sich grundlegend von anderen Gesundheitslehren – ist die Ansicht, dass die Grundursache jeder Krankheit in der mangelnden Weisheit eines Menschen liegt. Diese Unwissenheit äußert sich in der illusorischen Abspaltung des Individuums von seiner Umwelt. „Falsches Denken“ lässt uns also krank werden. Der etwas radikale Ansatz wurzelt in der buddhistischen Lehre, die davon ausgeht, dass falsches Denken zu „Geistesgiften“ wie Hass, Ignoranz und Gier führt, die in der Folge die drei Körperenergien – Galle (Tipa), Schleim (Beken) und Wind (Lung) – stören. Darunter sind nicht die im herkömmlichen Sinn deutschsprachigen Begriffe zu verstehen, sondern vielmehr energetische Zustände. Wobei Galle für die wärmende Kraft steht und Verdauungs- und Stoffwechselvorgänge reguliert. Wind stellt die treibende Kraft der physiologischen Funktionen dar. Und Schleim wiederum reguliert die Körperflüssigkeiten und strukturellen Grundlagen des Körpers.

Mikrokosmos Mensch
Aber nicht nur die drei Gifte können zu einem Ungleichgewicht der Säfte und somit zu Krankheit führen. Auch jahreszeitliche Klimaänderungen, Umwelteinflüsse, falsche Lebensgewohnheiten und Ernährung wirken störend. Sie gelten in der Tibetischen Medizin als sekundäre Krankheitsursachen. Die enge Beziehung zwischen Natur (Makrokosmos) und Mensch (Mikrokosmos) in der Tibetischen Medizin spiegelt sich auch in der Zuordnung der fünf Elemente zu den drei Körperenergien wider: Lung ist das Element Luft/Raum, Tipa ist Feuer und Beken wiederum Erde und Wasser. Damit besteht eine Beziehung zwischen der sichtbaren Welt, dem Körper, den Krankheiten und den Heilmitteln.

Krankheiten am Puls erkennen
Um Störungen der Körperenergien festzustellen, bedient sich der tibetische Arzt der Pulsdiagnose. An den verschiedenen Pulsarten – insgesamt 48 – kann er feststellen, welche der Körperprinzipien im Ungleichgewicht und welches Organ von Krankheit betroffen ist. Ergänzend dazu wird nach Ess- und Lebensgewohnheiten bzw. psychischen Belastungen des Patienten gefragt. Zudem können auch Urinanalyse, Augen- und Zungendiagnose durchgeführt werden.

Mehr zum Thema "Tibetische Medizin" finden Sie im aktuellen NEWS LEBEN!

15.6.2007 08:10