Wenn es einem die Sprache verschlägt: Prüfungsstress führt zu Blockade im Gehirn
- Tipps bei Blackout: Kurze Auszeit und durchatmen
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Zu große Prüfungsanspannung kann im Gehirn eine Blockade bewirken und dem Betroffenen schlichtweg die Sprache verschlagen. Daher sollten Prüfungen als Stresssituationen anerkannt werden, die nicht hundertprozentig kontrollierbar seien, fordert die Psychologin Silvia Uhle von der Christoph-Dornier-Klinik in Münster.
Körperliche Angstreaktionen seien völlig normal. In einem gesunden Maß fördere Prüfungsangst durchaus die Konzentration und könne sogar leistungssteigernd wirken.
Uhle rät, kurz vor der Prüfung nichts mehr zu lernen und sich stattdessen zu entspannen. Lernen bis zur letzten Minute steigere die Anspannung und könne durch das vermehrte Ausschütten von Stresshormonen den Wissensabruf aus dem Langzeitgedächtnis blockieren. Prüflinge sollen ihre körperlichen Angstsymptome akzeptieren und ein "Katastrophendenken" vermeiden. Im Fall eines Blackouts gelte es vor allem, Ruhe zu bewahren, eine kurze Auszeit zu erbitten und erst einmal tief durchzuatmen, um sich wieder zu sammeln. (APA/red)
