Große Überraschung im Banken-Ausschuss:
Mobiltel-Deal und Karibik hingen zusammen
- Nakowitz: "Es gibt niemanden, der das bestreitet"
- Ex-BAWAG-Vorstand sprach von reinem Kreditdeal
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Laut dem vor dem Banken-Untersuchungsausschuss befragten Ex-BAWAG-Vorstand Peter Nakowitz gibt es einen Zusammenhang zwischen der Abwicklung des Mobiltel-Deals und den verlustreichen Karibik-Geschäften der BAWAG. Nakowitz verweigerte auf Befragung durch den Grün-Abgeordneten Werner Kogler eine Antwort mit der Begründung: "Es geht mir selbst darum, eine Abgrenzung zu finden. Es gibt wohl niemanden, der einen Zusammenhang bestreiten würde". "Doch, Taus", entgegnete Kogler, er sei deswegen vom ehemaligen ÖVP-Chef geklagt worden.
Laut Kogler dürften die Rückflüsse aus dem erfolgreichen Mobiltel-Geschäft nicht in Form von normalen Zinszahlungen an die BAWAG zurückgeflossen sein - Nakowitz sprach von einem reinen Kreditgeschäft - , sondern über eigens gegründete Scheinfirmen an die maroden Liechtensteinischen Stiftungen geflossen sein.
Die bulgarische Mobilfunkgesellschaft Mobiltel war 2002 von der eigens dafür gegründeten Mobiltel Holding (Eigentümer: BAWAG, Josef Taus, Herbert Cordt und die MS-Privatstiftung des Unternehmers Martin Schlaff) mit einem Kredit der BAWAG um knapp 800 Mio. Euro gekauft und 2005 um gut das Doppelte an die Mobilfunktochter der Telekom Austria, die Mobikom Austria, weiterverkauft worden.
(apa/red)
