Mit 27,40 am 8. Platz: Was Arbeitskosten betrifft, liegt Österreich in der Europaspitze
- Arbeitskosten in neuen EU-Staaten kräftig gestiegen
·Wirtschaft wächst: BIP legt stark zu
Plus von 0,9 Prozent gegenüber Vorquartal
·Wachstumsprognose
für Österreich erhöht
OECD: Anstieg des BIP um 3,2 Prozent erwartet
Bei den Arbeitskosten in der Privatwirtschaft liegt Österreich in Europa an der 8. Stelle und damit in der Spitzengruppe. Am teuersten ist Arbeit in Dänemark, wo die Kosten einer Arbeitsstunde im Vorjahr bei durchschnittlich 33,80 Euro (ohne Lohnnebenkosten) lagen. Dahinter folgt Schweden (32,30 Euro), Österreichs Kosten liegen laut Statistischem Bundesamt in Wiesbaden bei 27,40 Euro (2005).
Auf dem dritten Platz folgt Luxemburg mit 31,50 Euro (2005), höher als in Österreich sind die Bruttolöhne auch in Belgien (2005: 31,20 Euro), Frankreich (30,70 Euro), Deutschland (28,70) und den Niederlanden (27,90). Besonders niedrig sind die Arbeitskosten - trotz eines starken Anstiegs 2006 - weiterhin in den baltischen Ländern und der Slowakei.
In Estland müssen Industrieunternehmen und Dienstleister nur 5,80 Euro pro Stunde bezahlen. In der Slowakei sind es 5,40 Euro, in Litauen 4,30 Euro und in Lettland 3,70 Euro. Dabei sind die Arbeitskosten in diesen Ländern wegen Aufwertungen der nationalen Währungen sowie der wirtschaftlichen Entwicklung stark gestiegen - zwischen 12,1 Prozent in der Slowakei und 23,3 Prozent in Lettland. Bei den Neumitgliedern Bulgarien und Rumänien, die erst 2007 in die Europäische Union kamen, lagen die Arbeitskosten 2006 bei 1,80 beziehungsweise 2,90 Euro.
In Deutschland wurde der Anstieg der Arbeitskosten im ersten Quartal 2007 gebremst. Im Vergleich zum Vorquartal gingen die Kosten je geleistete Stunde um 0,1 Prozent zurück. Als Grund nannten die Statistiker eine Entlastung der Arbeitgeber bei den Lohnnebenkosten.
(apa/red)

