Ausländische Polizisten für EURO in der Schweiz benötigt: Einsatz aber noch unklar
- Definitive Entscheidung erst nach Gruppen-Auslosung
- Einsatz auch bei Public-Viewing-Events möglich
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Die Schweiz braucht für die Sicherheit während der EURO 2008 die Unterstützung von Polizisten aus Deutschland und Frankreich. Wo sie eingesetzt werden, ist aber vorerst unklar. Auch die direkte Konfrontation mit Unruhestiftern ist für die Verantwortlichen denkbar. Bisher war die Rede davon gewesen, die deutschen und französischen Polizisten nicht gegen Hooligans ins Feld zu schicken.
Der Luzerner Polizeikommandant Beat Hensler meinte in einem Interview mit der Schweizer "SonntagsZeitung": "Letztlich muss der Einsatzleiter vor Ort entscheiden, ob er sie in der direkten Konfrontation, am Rande oder im Objektschutz einsetzen will." Die Verantwortlichen ziehen auch den Einsatz ausländischer Polizisten bei Public-Viewing-Veranstaltungen außerhalb der Host-Citys in Betracht.
Die dazu notwendigen Grundsatzentscheide seien laut Hensler aber noch nicht gefällt, da die für die Sicherheit Verantwortlichen ihrer Planung den Feinschliff ohnehin erst nach der Gruppen-Auslosung am 2. Dezember geben könnten. Danach wird der Bundesrat seine Anträge auf Unterstützung bei der deutschen und französischen Regierung offiziell vorbringen können.
Der Schweizer Bund schätzt den Bedarf an deutschen Ordnungshütern auf 1.000 bis 2.000 Polizisten. Doch nicht allein die personelle Verstärkung gehört zu den offenen Fragen. Abzuklären ist auch, ob genügend Platz vorhanden ist, um verhaftete Fans festzuhalten. Denn sollten es mehr als 50 verhaftete Personen pro Spiel sein, wären spezielle Haftplätze nötig. Dafür kämen etwa Zivilschutzanlagen in Frage.
(apa/red)










