Nadal gewinnt den "Kampf der Giganten": Nummer 2 schlägt Federer im Paris-Finale
- Spanier gewinnt French Open zum dritten Mal in Serie
- Neuauflage des Vorjahres endet 6:3, 4:6, 6:3, 6:4
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Von Thomas Muster '95 bis hin zu Nadal 2007
Rafael Nadal ließ sich bei den French Open auch nicht vom Tennis-Weltranglistenersten Roger Federer aufhalten. Der Titelverteidiger bezwang den Schweizer in der Neuauflage de Vorjahresendspiels mit 6:3,4:6,6:3,6:4 und krönte sich zum dritten Mal en suite zum Sandplatz-König von Roland Garros. Zuletzt war Björn Borg 1980 ein Hattrick beim wichtigsten Sandplatz-Turnier der Welt gelungen. Federer muss hingegen weiter auf den einzigen noch in seiner Sammlung fehlenden Grand-Slam-Sieg warten.
"Ich bin ein bisschen traurig darüber, wie ich gespielt habe", sagte Federer. "Ich habe nicht das geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Aber das war sicher nicht meine letzte Teilnahme hier, ich werde es nächstes Jahr wieder versuchen." Schwacher Trost für Federer: Der Schweizer konnte als einziger Nadal-Gegner im heurigen Turnier einen Satz gegen "Rafa", den er selbst als "fantastischen Spieler" bezeichnete, gewinnen.
Nadal in Paris weiter ungeschlagen
Nadal bleibt bei den French Open weiter ungeschlagen, er hat seit seinem ersten Antreten 2005 noch kein Spiel verloren. "Das ist ein wahrer Traum, der in Erfüllung gegangen ist", meinte ein sichtlich bewegter Nadal, der für seinen Triumph eine Million Euro Preisgeld erhielt. "Ich bin total glücklich, aber gleichzeitig ein wenig traurig für Roger, der ein Freund und echter Champion ist", fand der 21-Jährige auch anerkennende Worte für seinen Herausforderer.
Nadal holte Big Points
Von Beginn an wurden die Final-Zuschauer mit Tennis auf höchstem Niveau verwöhnt. Entscheidend war in den engen Games des ersten Satzes die Chancen-Auswertung. Federer vermochte von zehn Breakbällen keinen einzigen zu nutzen. Sein Kontrahent hingegen verwandelte gleich seine erste Breakchance der Partie zum 4:3. Federer ließ dann wieder drei Möglichkeiten zum Ausgleich verstreifen, während Nadal dem 25-Jährigen erneut den Aufschlag zum 6:3-Satzgewinn abnahm.
Das erste Break gelang Federer dann im "berühmten" siebenten Game des zweiten Satzes, den Federer schließlich 6:4 für sich entschied. Nadal genügte in Folge ein frühes Break, um seinerseits den dritten Durchgang mit 6:3 abzuholen.
Federer fehlerhaft
Der vierte Satz sollte der entscheidende werden. In Federers Spiel schlichen sich vor allem auf der Rückhand immer mehr Fehler ein. Nachdem der Schweizer im zweiten Game wieder mehrere Breakchancen vergeben hatte, schlug der Spanier bei 1:1 zu und nahm dem vierfachen Wimbledon-Champion das Service ab. Danach steigerte sich der Mallorquiner noch einmal, spielte fehlerlos und druckvoll und nahm schließlich aus den Händen des dreimaligen French-Open-Siegers Gustavo Kuerten den silbernen "Coupe des Mousquetaires" entgegen.
(apa/red)
