Rollen sind klar verteilt: Henin im Paris- Finale gegen Ivanovic haushohe Favoritin
- Belgierin will dritten French-Open-Titel in Folge holen
- 19-jährige Serbin erstmals in Grand-Slam-Endspiel

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Titelverteidigerin Justine Henin aus Belgien hat heute die Chance, die French Open zum dritten Mal in Folge zu gewinnen. Die Weltranglisten-Erste bekommt es im Endspiel des wichtigsten Sandplatzturniers der Welt mit der 19-jährigen Serbin Ana Ivanovic zu tun. Henin hatte durch ihren klaren Halbfinal-Erfolg über Jelena Jankovic ein rein serbisches Endspiel verhindert. Ivanovic fertige die Russin Maria Scharapowa ebenfalls deutlich ab und steht erstmals in einem Grand-Slam-Finale.
Henin hat den ersten ihrer bisher fünf Major-Titel 2003 in Paris gewonnen. Die 25-jährige belgische Rechtshänderin, die an der Seine auch schon 2005 und 2006 siegreich war, würde sich mit einem Finalsieg in eine Liste von vier weiteren Spielerinnen einreihen, die das Turnier zumindest viermal gewonnen haben, darunter Rekordsiegerin Chris Evert (USA) mit sieben und die Deutsche Steffi Graf mit sechs Titeln. Drei Siege in Folge schaffte bisher nur die gebürtige Serbin Monica Seles, die Ivanovic als ihr Vorbild angibt, in den Jahren 1990 bis 1992. "Ich habe wegen Monica begonnen, Tennis zu spielen. Ich wollte immer das erreichen, was sie geschafft hat", sagte Ivanovic über ihr Idol.
Erstes Grand-Slam-Finale für Ivanovic
"Ich hoffe, dass ich so eine Leistung im Endspiel wiederholen kann", betonte Henin nach ihrer beeindruckenden Vorstellung in der Vorschlussrunde. "Ana hat einen super Lauf und ist gut drauf. Ich muss mein bestes Tennis spielen, um sie zu schlagen", sagte Henin über die Weltranglisten-Siebente, die zuletzt das WTA-Turnier in Berlin gewonnen hatte. "Ich hoffe, dass ich nicht zu aufgeregt bin", sagte die Ivanovic vor ihrer Final-Premiere. Mit ihrem unbekümmerten Auftreten und vor allem ihren überzeugenden Leistungen hat sich das 1,83 Meter große Tennis-Model in den vergangenen Tagen in die Herzen der Fans gespielt.
Tennis für Henin wieder Top-Priorität
"Weil ich einen schwierigen Start in das Jahr hatte, ist es toll für mich, hier wieder zurück zu sein", erklärte Henin, die ihre Teilnahme an den Australian Open im Jänner wegen ihrer Scheidung abgesagt hatte. "Ein Grand-Slam-Finale ist ein sehr spezielles Match und ich habe weitaus mehr Spaß am Court als in der Vergangenheit. Es hat ein wenig gedauert, bis Tennis wieder auf der Top-Liste der Prioritäten erschienen ist, aber dann kam meine Liebe zum Spiel zurück", meinte Henin, die in den jüngsten fünf Grand-Slam-Turnieren, an denen sie teilgenommen hatte, stets bis ins Finale gekommen war.
Seit dem Achtelfinale 2005 hat sie hier keinen Satz mehr abgegeben. Auch Jankovic, im Halbfinale beim 2:6,2:6 gegen Henin chancenlos, glaubt nicht an einen Überraschungs-Coup für ihr Heimatland. "Auf Sand ist Justine die Beste der Welt", sagte die 22-jährige Serbin.
(apa/red)
