Zwei Serbinnen kämpfen bei French Open
um Finaleinzug: Jankovic fordert Nr. 1 Henin
- 19-jährige Ivanovic gegen Nr. 2 der Welt Scharapowa
- "Ein toller Erfolg für unser Land. Menschen sind stolz"
·Paris-Halbfinale der Damen ist komplett
Scharapowa, Ivanovic, Henin und Jankovic weiter
·Djokovic & Nadal im Halbfinale von Paris
Spanier fehlen nur noch zwei Siege zum "Hattrick"
·French Open: Federer
glatt im Viertelfinale
Sharapowa wehrt gegen Schnyder Matchbälle ab
·Ergebnisse und
Raster der Damen
Das Tableau für die French Open in Paris
·Ergebnisse und
Raster der Herren
Das Tableau für die French Open in Paris
·KLICKEN: BILDER der
French Open in Paris!
Stars & Sternchen, Freud & Leid am Centre Court
·French Open: Henin eliminierte Bammer!
Im Achtelfinale war für Tennis-Mama Endstation
·Tennis: So steht's in den Weltranglisten!
Serena Williams und
Rafael Nadal die Nr.1
·STATISTIK: French-
Open-Sieger seit 1995
Von Graf und Muster bis hin zu Henin und Nadal
Erstmals stehen zwei Serbinnen im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. In der Runde der letzten Vier der French Open fordert die Weltranglisten-Fünfte Jelena Jankovic Titelverteidigerin Justine Henin aus Belgien heraus. Die 19-jährige Ana Ivanovic darf sich mit der Weltranglisten-Zweiten Maria Scharapowa messen. "Das ist ein toller Erfolg für unser Land. Die Menschen sind stolz auf uns", meinte die als Nummer 7 gesetzte Ivanovic nach ihrem Sieg gegen die Vorjahresfinalistin Swetlana Kusnezowa aus Russland.
Jankovic bilanzierte nach ihrem Erfolg gegen die Tschechin Nicole Vaidisova: "Es ist unglaublich. Ich bin stolz und hoffe, dass es so weitergeht." Die 22-Jährige nennt Monica Seles als ihr Vorbild - die gebürtige Jugoslawin gewann die French Open 1990, 1991 und 1992. Die Gegnerinnen der Serbinnen gaben sich im Viertelfinale allerdings keine Blöße: Die Topgesetzte Henin zeigte gegen Serena Williams eine souveräne Leistung und bezwang die US-Amerikanerin 6:4,6:3. Scharapowa setzte sich im rein russischen Duell gegen Anna Tschakewtadse 6:3,6:4 durch.
Dass Serbien plötzlich im Konzert der großen Tennis-Nationen mitmischt, kommt tatsächlich überraschend. Das Land hat keine Tennistradition, kein Leistungszentrum, zu wenig Plätze und zu wenig Trainer. "Wir alle haben unser Land und unseren Verband um Hilfe gebeten, aber es kam nichts", offenbarte der 20-jährige Novak Djokovic vor seinem Viertelfinale gegen den Russen Igor Andrejew.
Heute aber wollen die drei Top-Ten-Spieler Jankovic, Ivanovic und Djokovic auch "gute Botschafter unseres Landes sein", wie es Ivanovic formuliert, die auch als Tennis-Model vermarktet wird und im Mai in Berlin ihr drittes WTA-Turnier gewann. Allerdings wählten die drei "Botschafter" ganz unterschiedliche Wege für ihren Aufstieg. Ivanovic ging im Alter von 14 Jahren nach Basel. Jankovic war zwölf, als sie Nick Bollettieris Akademie in Florida aufsuchte. Djokovics Karriere begann im gleichen Alter an Niki Pilics Tennisakademie in München.
Eigentlich fehlt jetzt nur noch ein serbischer Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier. Vor den French Open wurde Jankovic, die mit drei Turniersiegen die Jahreswertung der WTA anführt, als Geheimfavoritin genannt. Jetzt sagte sie: "Wenn ich nach dem Finale die Trophäe in der Hand halten sollte, dann bin ich Favoritin."
(apa/red)
