Dienstag, 5. Juni 2007

Halbfinale der Damen in Paris komplett: Österreicherinnen-Schreck Henin souverän

  • Die Belgierin lässt Serena Williams keine Chance
  • Auch Ivanovic, Jankovic und Scharapowa weiter

Die serbischen Tennis-Damen Ana Ivanovic und Jelena Jankovic haben im Viertelfinale der French Open im Tennis Historisches geleistet. Innerhalb von nur einer Minute zogen beide in das Halbfinale ein, zum ersten Mal überhaupt stehen damit zwei Serbinnen bei einem Grand Slam Turnier in der Runde der letzten Vier. Dort trifft Jankovic nun auf die Titelverteidigerin Justine Henin, die das Top-Duell gegen Serena Williams für sich entschied. Die an zwei gesetzte Maria Scharapowa komplettierte das Semifinale.

Jankovic bezwang die 18-jährige Tschechin Nicole Vaidisova, die im Vorjahr mit dem Einzug unter die letzten Vier für Aufsehen gesorgt hatte, mit 6:3,7:5. Ihre Landsfrau Ivanovic hatte gegen die Russin Swetlana Kusnezowa mehr Mühe. Nach einem ausgezeichneten ersten Satz (6:0) glich die Vorjahres-Finalistin aus. Die 19-Jährige behielt aber die Nerven und setzte sich schließlich mit 6:0,3:6,6:1 durch.

"Ich erlebe hier großartige Wochen", sagte Ivanovic nach ihrem überraschenden Coup auf dem vollbesetzten Court Philippe Chatrier. Sie misst sich im Kampf um den Einzug ins Finale des mit 15,265 Millionen Euro dotierten Grand-Slam-Turniers nun mit der Weltranglisten-Zweiten Scharapowa, die sich in einem rein russischen Duell 6:3,6:4 gegen Anna Tschakwetadse durchgesetzt hatte und zum ersten Mal im Halbfinale von Paris steht. "Ich habe nichts mehr zu verlieren. Ich rechne mir auch gegen sie Chancen aus", sagte die in Paris an Nummer 7 gesetzte Ivanovic.

Williams gegen Henin chancenlos
In der mit Spannung erwarteten Neuauflage des French-Open-Halbfinales von 2003, als Williams vom französischen Publikum ausgepfiffen und ausgebuht wurde, präsentierte sich Henin souverän. Nach nur 78 Minuten verwandelte die Belgierin ihren ersten Matchball zum 6:4,6:3-Sieg über die US-Amerikanerin. "Ich bin natürlich überglücklich, diese Hürde genommen zu haben", sagte die Wallonin, die nur noch zwei Siege von ihrem Titel-Triple entfernt ist. Zuletzt hatte 1992 Monica Seles das Kunststück vollbracht, den Titel in Roland Garros dreimal in Serie zu holen.

Vor der Halbfinal-Gegnerin Jankovic zeigte sie großen Respekt: "Ich nehme jedes Match wie ein großes Finale", sagte Henin. "Das werde ich auch am Donnerstag tun." Jankovic hat heuer immerhin die Turniere in Auckland, Charleston und Rom gewonnen. "Sie hat eine große Zukunft vor sich, aber hoffentlich erst nach diesem Turnier", meinte Henin. (apa/red)

5.6.2007 17:06