Samstag, 9. Juni 2007

Österreichs Handball-Frauen fahren zur WM: Slowenien auch im Heimspiel besiegt

  • Welttitelkämpfe am Ende des Jahres in Frankreich
  • 17-jährige Magelinskas mit acht Toren beste Werferin

Das österreichische Handball-Nationalteam der Frauen hat sich für die Welttitelkämpfe im Dezember in Frankreich qualifiziert. Im WM-Qualifikations-Rückspiel gegen Slowenien feierte die junge Truppe von Teamchef Herbert Müller in Wien einen 28:24-Erfolg. Nach dem 27:26 im Hinspiel qualifizierte sich das ÖHB-Team mit dem Gesamtscore von 55:50 für die WM-Endrunde.

Damit prolongierten die Österreicherinnen die bereits mehr als 16 Jahre andauernde Serie, in der sie stets bei WM- und EM-Endrunden dabei waren. Trotz der langjährigen Erfolgsserie war die Qualifikation diesmal eine Überraschung, trat Österreich doch ohne einige routinierte Stammspielerinnen an.

Die neu formierte junge Truppe zeigte in der Wiener Hollgasse ein beherztes Spiel und gab den 14:11-Vorsprung zur Pause in der Folge nicht mehr aus der Hand. Zwischenzeitlich lag Österreich in der zweiten Hälfte mit bis zu fünf Toren vorne. Hervorzuheben ist auch die Leistung der erst 17-jährigen Laura Magelinskas, die mit acht Toren beste Werferin im ÖHB-Team war. Die ebenfalls sehr jungen Gegnerinnen bäumten sich gegen Ende nochmals auf, kamen aber nicht mehr näher als auf zwischenzeitlich drei Tore heran.

Die starke Deckung der ÖHB-Truppe war dabei entscheidend, darin waren sich alle einig. "Die Abwehr war heute ausschlaggebend. Wir haben sehr aggressiv gedeckt", bestätigte Müller. Auch die junge Torfrau Petra Blazek war dieser Meinung: "Die Deckung war super aggressiv, dadurch habe ich auch besser halten können."

Müller, der seine Schützlinge über die gesamte Spieldauer energisch von der Linie anfeuerte, lobte sein Team: "Ich bin sehr stolz auf diese junge Truppe. Das hat niemand erwartet." Bezüglich der stark reduzierten Mannschaft meinte der Teamchef: "Es war sehr, sehr schwierig. Wir haben qualitativ sicher Ader gelassen. Aber wir haben in den Spiegel geguckt und wir sind zwar weit von der Weltspitze entfernt, aber wir gehen den Weg nach Paris. Wir gehen dahin und werden lernen, lernen, lernen."

Die WM-Endrunde findet von 2. bis 17. Dezember in mehreren Spielorten in Frankreich (Beauvais, Dijon, Lyon, Metz, Nantes, Nimes, Paris, Pau, Plaisir, Saint Brieuc und Toulon) statt.

(apa/red)

9.6.2007 10:37