Freitag, 8. Juni 2007

Nach Selbstmordversuch: Belgischer Rad- Profi Vandenbroucke am Weg der Besserung

  • Familienprobleme Hintergrund der Verzweiflungstat

Der Zustand des belgischen Rad-Profis Frank Vandenbroucke, der einen Selbstmordversuch unternommen hat, verbessert sich. Der 32-Jährige befindet sich noch in ernstem Zustand im Krankenhaus Fornaroli in der lombardischen Stadt Magenta, er schwebt jedoch nicht in Lebensgefahr.

Verzweiflung nach der Trennung von seiner zweiten Frau, dem italienischen Model Sara Pinacchi, mit der er eine Tochter hat, hätte laut italienischen Medien den Belgier zum Selbstmordversuch getrieben. "Wenn man eine Familie verliert, ist es schwierig weiter zu machen. Diese letzten Wochen waren für mich sehr hart", wurde der Sieger der Österreich Radrundfahrt 1996 von der Mailänder Tageszeitung "Il Giornale" zitiert. Mit Sara Pinacchi lebte der Radsportler in Vermezzo bei Mailand. Vandenbroucke hatte sich bereits 2002 von seiner ersten Frau getrennt, mit der er eine andere Tochter hat.

Laut "Il Giornale" hatte der Belgier in der Nacht vor dem Selbstmord viel Geld verspielt. Vermutlich habe er auch Drogen eingenommen. Nach der Heimkehr schnitt sich Vandenbroucke die Pulsadern auf. Ein Freund fand ihn in einer Blutlacke mit einer Spritze in der Ader. Ihm gelang es, den Belgier noch rechtzeitig ins Spital zu bringen, was ihm das Leben rettete.

(apa)

8.6.2007 12:05