Mittwoch, 6. Juni 2007

Segeln: Team New Zealand besiegt Luna
Rossa und fordert im America's Cup Alinghi

  • Neuseeländer gewinnen Louis-Vuitton-Cup-Finale

Team New Zealand ist der offizielle Herausforderer für Titelverteidiger Alinghi im 32. America's Cup-Match. Im Louis-Vuitton-Cup-Finale besiegten die Neuseeländer die italienische Luna Rossa Challenge zum fünften Mal in Serie. Im Ziel reichten Skipper Dean Barker und seiner "Kiwi"-Crew 22 Sekunden Vorsprung für den finalen Triumph.

Team New Zealand segelte zum fünften Mal seit 1988, 1995, 2000 und 2003 in ein Cup-Finale. Zuletzt unterlagen die Neuseeländer 2003 den Titelverteidigern vom Team Alinghi mit 0:5. Das Revanche-Match im Modus "Best-of-nine" beginnt am 23. Juni vor Valencia.

Champagner für die Sieger, Tränen für Italien: Zum ersten Mal fielen sich die Neuseeländer nach dem Zieldurchgang am Mittwoch jubelnd in die Arme, ließen ihren bis dahin stets kontrollierten Emotionen freien Lauf. Der sonst so beherrschte Skipper Dean Barker reckte nach dem fünften Sieg mehrfach die Faust in den blauen Himmel über Valencia. Die Luna Rossa Challenge dagegen ist ohne einen einzigen Sieg im Finale der Herausfordererserie ausgeschieden.

Der Durchmarsch der Neuseeländer hat indes auch das Schweizer Titelverteidiger-Team verblüfft. Alinghis australischer Teammanager Grant Simmer sagte in Valencia: "Wir waren schon überrascht, dass Luna Rossa BMW Oracle so klar schlagen konnte." Simmer sieht seine Mannschaft nicht in der Favoritenrolle: "Wir werden uns darauf vorbereiten müssen, einige Rennen zu verlieren."

Neuseeland hatte im Finale insgesamt nur etwas mehr als acht Stunden gebraucht, um die Träume der Italiener platzen zu lassen. Vor der Leichtwindstärke der neuseeländischen NZL fürchten sich die Schweizer vor dem Finale aber nicht. Schümann: "Wichtig ist das Vertrauen in das eigene Schiff. Das haben wir."

(apa/red)

6.6.2007 18:16