San Antonio holt vierten NBA-Titel: Spurs
lassen Cleveland Cavaliers keine Chance
- Nach 83:82-Sieg ohne Niederlage in der Finalserie
- PLUS: Die Bilder von der Siegesfeier im Endspiel
·BILDER: San Antonio feiert den NBA-Titel!
Spurs im Freudentaumel nach Sieg über Cleveland
·Basketball: Bald 1. Österreicher in NBA?
Ortner von San Antonio in Trainingscamp geladen

Die San Antonio Spurs haben sich zum vierten Mal den Titel in der NBA gesichert. Im vierten Spiel der "best of seven" Serie feierten sie bei den Cleveland Cavaliers einen 83:82-Erfolg und blieben im Finale damit ohne Niederlage. Erstmals wurde in dem Franzosen Tony Parker ein Europäer als wertvollster Spieler der Finalserie ausgezeichnet.
Parker war in den ersten drei Spielen jeweils bester Werfer der Spurs, im entscheidenden Spiel steuerte der 25-Jährige 24 Punkte zum Sieg bei. Einzig der argentinische Olympiasieger Manu Ginobili übertraf ihn mit 27 Zählern. "Es ist großartig, einfach unglaublich", sagte Parker über seine MVP-Ehren. "Wenn ich mir diese Trophäe so anschaue, werde ich morgen aufwachen und es wird noch immer ein Traum sein."
Zuvor war Dirk Nowitzki, dem deutschen Star der Dallas Mavericks, als erster Europäer zum MVP der Saison gewählt worden. "Das europäische Basketball verbessert sich mit jedem Jahr", erklärte Parker, der den Medien mit einer französischen Flagge um die Schultern entgegentrat. "Das ist nur, um die Liebe zu meinem Land zu zeigen", so Parker. "Ich weiß, dass viele Leute um drei Uhr früh aufstehen, um mich spielen zu sehen."
Ausgeglichene Partie
Die vierte Partie verlief erneut über weite Strecken ausgeglichen. Vier Minuten vor Schluss hielten beide Teams bei 66 Punkten, dann gelang den Gästen in der ausverkauften Quicken Loans Arena jedoch ein Lauf von acht Punkten. Ginobili verwertete alle seiner sechs Freiwürfe in den letzten 24 Sekunden und brachte die Spurs 1,9 Sekunden vor Schluss zu einer praktisch uneinholbaren 83:79-Führung. Der Dreier von Cleveland-Guard Damon Jones, der noch mit dem Buzzer im Korb landete, brachte den Cavaliers nur noch die Ergebnis-Kosmetik zum 82:83.
Cleveland-Star LeBron James, der laut Angaben der lokalen Tageszeitung "The Plain Dealer" in der Nacht auf Donnerstag (Ortszeit) zum zweiten Mal Vater wurde, fand in der Finalserie nicht zu seiner gewohnten Form und kam nur auf eine Trefferquote von 35 Prozent. "Wenn ich nicht gut spiele, wird unser Team keine gute Chance haben, zu gewinnen", erklärte James.
Die Spurs hingegen feierten den vierten Titel-Triumph nach 1999, 2003 und 2005. Robert Horry holte sich gar schon zum siebenten Mal die begehrten Ringe ab. Er hat sich zweimal mit Houston (1994,1995), dreimal mit den Los Angeles Lakers (2000-2002) und zweimal mit San Antonio (2005, 2007) zum NBA-Champion gekürt und überholt damit Legenden wie Michael Jordan, Scottie Pippen oder Kareem Abdul-Jabbar, die alle sechsmal den Titel geholt hatten.
Finalserie (best of seven) - 4. Spiel:
Cleveland Cavaliers - San Antonio Spurs 82:83
Endstand in der Serie 0:4
Weg ins Finale:
San Antonio:
4:1 gegen Denver Nuggets
4:2 gegen Phoenix Suns
4:1 gegen Utah Jazz
Cleveland:
4:0 gegen Washington Wizards
4:2 gegen New Jersey Nets
4:2 gegen Detroit Pistons
Bilanz nach der Regulären Saison:
San Antonio: 58 Siegen, 24 Niederlagen, Zweiter der Southwest Division (hinter Dallas) und Dritter der Western Conference
Cleveland: 50 Siege, 32 Niederlagen - Zweiter der Central Division (hinter Detroit), Zweiter der Eastern Conference
Titelträger der vergangenen zehn Saisonen:
San Antonio (Titel 1999, 2003, 2005)
Los Angeles Lakers (2000 bis 2002)
Chicago Bulls (1997, 1998)
Miami Heat (2006)
Detroit Pistons (2004)
(apa/red)
