Tour de France ohne Giro-Sieger: Di Luca verzichtet erneut auf Frankreich-Rundfahrt
- Italiener will sich auf Weltmeisterschaft vorbereiten
- 2004 wegen Dopingermittlungen Tour-Startverbot

·Giro d'Italia: Di Luca
holt sich Gesamtsieg!
Letzter Tagessieg bei 90. Tour geht an Pettacchi
·Ergebnisse des
Giro d'Italia 2007
Etappenergebnisse und Stand in Gesamtwertung
·BILDER: Die Etappen-
Sieger des Giro 2007
KLICKEN: Diese Fahrer jubelten über Tagessiege
·Alle 21 Etappen
des 90. Giro d'Italia
Vom Start in Caprera bis zur Ankunft in Mailand
·Die Gewinner des Giro d'Italia seit 1990
·Steckbrief von Giro- Sieger Danilo Di Luca
"The Killer" wurde 1976 in Spoltore geboren
Giro-Sieger Danilo di Luca wird auch 2007 nicht an der Tour de France teilnehmen. Der 31-Jährige vom Team Liquigas will sich auf die Weltmeisterschaft Ende September in Stuttgart vorbereiten. Di Lucas Tour-Abstinenz geht auch auf das Jahr 2004 zurück. Der damalige Tourchef Jean-Marie Leblanc hatte ihm und 14 anderen in die Dopingaffäre "Oil for Drugs" verwickelten italienischen Radprofis die Starterlaubnis entzogen. "Jetzt fahre ich auf Urlaub, ich werde an der Tour de France nicht teilnehmen", sagte Di Luca in einem Interview mit dem italienischen Radiosender Radiouno.
"Dieses Jahr habe ich auch Lüttich-Bastogne-Lüttich gewonnen, ich brauche jetzt Ruhe. Ich werde auf die Tour verzichten, um mich auf die Weltmeisterschaft gut vorzubereiten", betonte der Italiener. Die wichtigste Etappe des Giro sei die Bergankuft am Monte Zoncolan gewesen, so der Sieger der 90. Italien-Rundfahrt. Nach dieser Etappe waren bei Di Luca, Eddy Mazzoleni (ITA/Astana), Gilberto Simoni (ITA/Saunier Duval) und Jungstar Riccardo Ricco (ITA/Saunier Duval-Prodir) unangekündigten Dopingproben genommen worden. Die Ergebnisse der Doping-Kontrollen sollen am Mittwoch vorliegen.
In dem Dopingskandal 2004 hatte sich ein Staatsanwalt mit dem mysteriösen Todesfall eines Rad-Amateurs an die Fersen des Sportmediziners Carlo Santuccione geheftet und einen weit reichenden Dopingring aufgedeckt. Neben di Luca gehörte auch Mazzoleni, der den Giro als Dritter beendete, zu den Klienten des als "Ali der Chemiker" berüchtigten Arztes. Der Chefankläger des Italienischen Olympischen Komitees (CONI) Ettore Torri plant in diesem Zusammenhang ein Doping-Anklage gegen Di Luca und Mazzoleni.
(apa)
