85% haben Angst: Weltweite Umfrage belegt Sorge der Menschen um Klimawandel
- 87% dafür, dass Regierungen aktiver dagegensteuern
- Italiener besonders besorgt, Niederländer weniger
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des UN-Weltklimareports
Mehr als 85 Prozent aller Menschen machen sich einer internationalen Umfrage zufolge Sorgen darüber, welche Auswirkungen der Klimawandel auf das Leben künftiger Generationen hat. 87 Prozent der Befragten seien der Ansicht, dass die Regierungen mehr für den Schutz des Klimas unternehmen müssten, teilte das Marktforschungsunternehmen Global Market Insite (GMI) in London mit.
Von den insgesamt 14 befragten Nationen zeigten sich vor allem die Italiener besorgt: 96 Prozent machen sich hier Gedanken über den Klimawandel. US-Amerikaner und Niederländer schätzen das Problem weniger dramatisch ein (74 und 67,5 Prozent).
Für die erstmals erfolgte Umfrage "World Environment Review" wurden im Auftrag des australischen Umweltaktivisten Jon Dee im Mai dieses Jahres 14.000 Menschen aus 14 Ländern befragt. Einbezogen wurden neben europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien auch Australien, Brasilien, China, Indien, Südafrika und die USA.
80 Prozent der Befragten forderten demnach Grenzen und verbindliche Standards für den Energieverbrauch von Haushaltsgeräten, die Hälfte der Umfrageteilnehmer sprach sich für eine Extra-Besteuerung für Allradfahrzeuge aus. Befürwortet wurde von einem Großteil der Menschen auch der Ausbau öffentlicher Transportmittel (85 Prozent).
Deutlich geringer fiel die Zustimmung allerdings aus, wenn es um eigene Verhaltensänderungen ging. Nur 52 Prozent der Befragten gaben an, auf Stand-by-Modus von Elektrogeräten zu verzichten. 38 Prozent sparen eigenen Angaben nach Energie, in dem sie beim Wäsche waschen eine niedrige Wassertemperatur wählen.
In Deutschland ist für knapp die Hälfte der Befragten der Raubbau des Regenwaldes das derzeit größte Umweltproblem. 80 Prozent sind sich darüber im klaren, dass sie durch umweltschonendes Verhalten Geld sparen können. Nur 18 Prozent wären allerdings bereit, zu Gunsten des Klimas aufs Fliegen zu verzichten.
(apa/red)
