Brutale "Käfighaltung" von Gipfelgegnern: 20 Gefangene wurden auf 25 m² eingesperrt
- Nachts soll es nur Isomatten und keine Decken geben
- Hofmann: Seit Beginn 1.200 "Ingewahrsamnahmen"
Von der Polizei gefangen genommene Gipfelgegner sind nach Angaben von Anwälten teils in Drahtkäfigen mit Betonböden untergebracht worden. Dort würden bis zu 20 Gefangene auf 25 Quadratmetern eingesperrt, nachts gebe es nur Isomatten und keine Decken, für Gänge zur Toilette müsse ein Polizeibeamter angefordert werden, sagte Rechtsanwalt Michel Hofmann vom Republikanischen Anwaltsverein (RAV) über die Zustände in einer Gefangenensammelstelle in Rostock.
"Das ist keine normale Haft, sondern Käfighaltung", sagte Hofmann. Der RAV veröffentlichte Fotos, die nach Vereinsangaben die Zellen zeigen. Darauf ist Drahtgeflecht als Wand und als Decke der Zelle zu sehen. Die Gefangenen liegen aufgereiht auf dem Boden. Die Polizeisondereinheit Kavala äußerte sich zunächst nicht zu den Haftbedingungen.
Laut Hofmann gab es seit Beginn der Aktionen gegen den Gipfel 1.200 "Ingewahrsamnahmen". Manche Personen seien bis zu sechs Tage festgehalten worden. Rechtsanwälten sei es schwer gemacht worden, mit den Gefangenen Kontakt aufzunehmen. Selbst nach der Anordnung von Freilassungen durch Richter seien Personen noch stundenlang in Haft gehalten worden, sagte der Rechtsanwalt.
(apa/red)
Norbert Wicki14:21
Der Buwog-MythosDer Schweizer Vermögensberater hatte neben Grasser weitere Kontakte in Österreich
Wikileaks14:25
Rückschlag für AssangeGericht fällt Entscheidung: Internet-Aktivist darf nach Schweden überstellt werden
U-Ausschuss Korruption14:59
Eklat um Tetron-AktenInnenministerium vergaß auf Übermittlung. Befragungen bis auf Weiteres beendet
