Bombenexplosion in Istanbul: 14 Personen bei Detonation in Geschäftsstraße verletzt
- Erste Erkenntnisse deuten auf kurdische Täter hin

Vor einem Bekleidungsgeschäft in Istanbul ist ein Sprengsatz explodiert. Dabei wurden 14 Menschen verletzt, zumeist von umherfliegenden Glassplittern aus zerborstenen Fensterscheiben, wie die türkische Polizei mitteilte. Für keinen der Betroffenen bestand Lebensgefahr. Der Anschlag ereignete sich im Stadtteil Bakirköy unweit des internationalen Atatürk-Flughafens auf europäischer Seite der Bosporus-Metropole.
In derselben belebten Geschäftsstraße war vor einem Jahr schon einmal ein Sprengsatz detoniert, wobei 31 Menschen verletzt wurden. Damals wie auch diesmal galt die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK als möglicher Urheber. Die neuerliche Explosion erfolgte inmitten erheblicher Spannungen nach einem Selbstmordanschlag in Ankara im vergangenen Monat, bei dem acht Menschen getötet wurden. Auch für diese Tat machten die Behörden PKK-Kämpfer verantwortlich, was von der Untergrundorganisation jedoch bestritten wurde.
Am Tag zuvor zündeten kurdische Rebellen an einer Straße im Südosten der Türkei eine Bombe in der Nähe einer Militärpatrouille und töteten einen Oberstleutnant, einen Major und einen einfachen Soldaten. In den vergangenen drei Wochen wurden rund 20 weitere Soldaten bei Anschlägen dieser Art getötet. Der seit 1984 anhaltende Konflikt im südosttürkischen Kurdengebiet hat schon zehntausende Menschen das Leben gekostet.
(apa)
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