Sonntag, 10. Juni 2007

Chaos, Tote und Stromausfälle: Schwere Stürme fegen über Ostküste Australiens

  • Mindestens acht Todesopfer, 200.000 ohne Strom
  • Zahlreiche Straßen in Urlaubsgebieten gesperrt

Durch schwere Stürme an der Ostküste Australiens sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten waren auch drei Kinder, eine Person wurde noch vermisst. Die Regionen Hunter Valley und Central Coast nördlich von Sydney wurden zum Katastrophengebiet erklärt. Laut Polizei war die Stromversorgung in mindestens 200.000 Häusern unterbrochen, hunderte Menschen wurden evakuiert.

Der Sturm zerstörte Boote und überflutete Straßen. Der australische Ministerpräsident Howard sagte umfassende Hilfe zu.

Bei den Toten handelte es sich den Angaben zufolge um ein Paar im Alter von 50 bis 60 Jahren, deren Auto in Hunter Valley von einer Brücke gespült worden sei, und um eine fünfköpfige Familie. Die Eltern und ihre Kinder im Alter von zwei bis neun Jahren wurden demnach mit ihrem Fahrzeug in einen durch die Wassermassen angeschwollenen Bach geschwemmt, als die Straße unter ihnen in den Fluten wegbrach.

Außerdem wurde ein 29-jähriger Mann in Newcastle nördlich der Ostküsten-Metropole Sydney laut Polizei in seinem Auto von einem Baum erschlagen. Hunderte von Menschen mussten an der Küste ihre Häuser verlassen. Ein 30.000 Tonnen-Frachter mit Kohle strandete bereits am Freitag in Newcastle. Zusätzlich mehr als tausend Bewohner von Maitland bereiten sich auf eine Evakuierung vor, da der Fluss Hunter in der Nähe der Stadt stark anstieg.

Im Hafen von Sydney stellten die Fähren ihren Betrieb ein. Zahlreiche Straßen in den Urlaubsgebieten wurden gesperrt. "Das ist der schlimmste Sturm und es sind die schlimmsten Beschädigungen unseres Stromnetzes seit 30 Jahren", sagte ein hochrangiger Angestellter des örtlichen Stromunternehmens. (apa/red)

10.6.2007 08:34