Freitag, 8. Juni 2007

Gesetz bald durch? Kalifornien will Zwangs- Sterilisation von Haustieren einführen

  • Argument: Zu viele Tiere landen in Tierheimen
  • Proteste von Tierfreunden gegen geplantes Gesetz

Als erster US-Bundesstaat will Kalifornien Haustierbesitzer dazu verpflichten, ihre Hunde und Katzen sterilisieren oder kastrieren zu lassen. Unter Protesten von Tierfreunden passierte ein entsprechendes Gesetz bereits das kalifornische Repräsentantenhaus.

Das Gesetz sieht vor, dass Besitzer 500 Dollar (375 Euro) Strafe zahlen müssen, sollten sie den Eingriff an ihrem Tier verweigern. Ausnahmen sind nur für Züchter und Besitzer von Blindenhunden vorgesehen. Die Befürworter des Gesetzentwurfs argumentieren, dass auf diese Weise weniger Tiere in den Tierheimen landeten. Mindestens 500.000 Tiere werden dort jedes Jahr eingeschläfert.

Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat sich bisher nicht zu dem Vorhaben geäußert. Sein Sprecher sagte, Schwarzenegger werde auch keine Auskunft darüber geben, ob seine beiden Hunde Sarge und Spunky sterilisiert oder kastriert sind. "Er will sich nicht in das Privatleben von Sarge und Spunky einmischen." (apa/red)

8.6.2007 16:04