Blutbad am Morgen: Zwei Autobomben an Busbahnhof fordern zahlreiche Todesopfer
- Südirak: Zahl der Opfer könnte sich noch erhöhen
- Kurna vorwiegend von Schiiten bewohnte Stadt
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Bei der Explosion von zwei Autobomben an einem Busbahnhof in der südirakischen Stadt Kurna sind nach Krankenhausangaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Mindestens 30 weitere Personen wurden verletzt, wie der arabische Nachrichtensender al-Jazeera berichtete. Es wird befürchtet, dass sich die Zahl der Opfer noch erhöhen wird.
Der Polizei zufolge explodierten die beiden Sprengsätze kurz nacheinander in der Stadt Kurna: Einer davon sei in einem Bus gezündet worden, der sich gerade in einem Busbahnhof befunden habe, der andere in einem Auto auf einem Markt.
Kurna liegt nördlich der zweitgrößten irakischen Stadt Basra im vorwiegend von Schiiten bewohnten Süden des Landes. Autobomben sind dort seltener als in anderen Landesteilen, in den vergangenen Monaten hat ihre Zahl aber zugenommen. Regierungsvertreter machen dafür das Extremistennetzwerk Al-Kaida verantwortlich, das Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten schüren wolle. Auch unter schiitischen Gruppierungen verschärft sich allerdings der Machtkampf in der ölreichen Region um Basra.
Überfall auf Haus von Polizeichef im Irak - 14 Tote
Beim Überfall auf das Haus eines Polizeichefs im Irak sind 14 Menschen getötet worden. In Bakuba nordöstlich der Hauptstadt Bagdad überfielen Bewaffnete am frühen Morgen das Haus, wie die Polizei mitteilte. Unter den Opfern seien elf Wachleute und drei Angehörige von Polizeichef Ali Ahmed. Vier seiner Kinder seien von den Angreifern verschleppt worden. Der Polizeichef hielt sich zum Zeitpunkt des Überfalls nicht im Haus auf.
In Kirkuk im Nordirak erschossen Bewaffnete einen Soldaten und seine zweijährige Tochter. Die beiden waren nach Polizeiangaben am frühen Morgen im Auto unterwegs.
(apa/red)
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