Irak-Abzug erste Amtshandlung: Starke Worte von Clinton bei Demokraten-Hearing
- Konkurrent Obama stimmte bereits gegen Einmarsch
- TV-Duell aller Bewerber für Präsidentschaftswahl
·VOTEN: Wer wird 2008 US-Präsident?
Erobert Obama oder McCain das Weiße Haus?
·Präsidentschafts- kandidatinnen der USA
Erstmals bewarb sich 1964 Frau um das Amt
·Polit-Neuling Obama will ins Weiße Haus
Auch Clinton & Edwards sind starke Kandidaten

Die mögliche demokratische Präsidentschaftkandidatin Hillary Clinton will im Falle ihres Einzugs ins Weiße Haus als erste Amtshandlung die US-Soldaten aus dem Irak abziehen. "Wenn Präsident (George W.) Bush den Krieg noch nicht beendet hat - unsere Truppen heimholen", sagte die New Yorker Senatorin auf die Frage, welche ihre unmittelbaren Maßnahmen als Präsidentin wären.
"Das wäre das erste, was ich täte", betonte die frühere First Lady während der zweiten Fernsehdebatte der Bewerber um die Präsidentschaftkandidatur der Demokraten in Manchester (US-Staat New Hampshire). Hillary Clinton gilt Umfragen zufolge als aussichtsreichste Kandidatin der Demokraten, ihr schärfster Konkurrent ist der schwarze Senator Barak Obama. Dahinter folgt der frühere Senator John Edwards.
Zwischen den drei kam es während der Debatte zu einem scharfen Wortgefecht um die jeweiligen Positionen zum Irak-Krieg, der für alle mit im Zentrum des Wahlkampfes steht. Edwards warf Clinton und Obama mangelnde politische Führungsstärke bei ihren Bemühungen vor, das US- Engagement im Irak zu beenden.
Obama konterte, er sei im Gegensatz zu Edwards von Anfang an gegen den Krieg gewesen. Edwards entschuldigte sich abermals, 2002 wie Hillary Clinton für den Einmarsch gestimmt zu haben. Die Senatorin unterstrich erneut, damals nach bestem Wissen und Gewissen votiert zu haben.
In den kleinen Bundesstaat New Hampshire an der US-Ostküste findet traditionell die erste Vorabstimmung vor der Präsidentschaftswahl statt, diesmal Anfang 2008. Dabei stimmen eingetragene Parteimitglieder über ihren Wunschkandidaten ab.
Wer in New Hampshire gewinnt, wird zwar längst nicht Präsidentschaftskandidat. Wer aber besonders schlecht abschneidet, kann sich meist nicht mehr davon erholen und hat Probleme, sich Spenden für den weiteren Wahlkampf zu sichern.
(apa/red)
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