Noch immer viele Fragezeichen nach Fund von Babyleichen: Polizei ohne heiße Spur
- Innsbruck: Verurteilte Mörderin lebte in Wohnhaus
- Weiter Warten auf DNA-Untersuchungsergebnisse

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Eine Woche nach dem Fund dreier Babyleichen in einem Kellerabteil im Innsbrucker Stadtteil Wilten dauert die Spurenauswertung an. Laut Chefermittler Walter Pupp vom Landeskriminalamt gibt es vorerst "keine heiße Spur". Man warte unter anderem auf das Vorliegen von DNA-Spuren, auf deren Suche die Gerichtsmedizin sei. Ein Ergebnis soll in drei Wochen vorliegen.
Auch der Umstand, dass eine rechtskräftig verurteilte Mörderin in dem Haus gewohnt habe, bringe die Ermittlungen nicht weiter. Die Frau werde "genauso wie alle anderen jetzigen und früheren Bewohner des Hauses überprüft", sagte Pupp. Dass die Frau ein Gewaltdelikt begangen habe, sei für die Medien interessant, habe aber mit der Überprüfung nichts zu tun. Die Frau, die ihre Strafe in Niederösterreich verbüßt, hatte über ihren Anwalt ihre Unschuld mitteilen lassen.
Die Spurenauswertung selbst laufe nach den standardisierten Verfahren ab. Dies brauche eben seine Zeit, meinte Pupp. Die Polizei wolle aber kein unnötiges Risiko eingehen: "Die Zeit läuft uns da nicht davon." Auch Hinweisen aus der Bevölkerung werde nachgegangen. Bisher seien diese aber "nicht die Welt". Eine konkrete Spur oder Verdachtsmomente hätten sich nicht ergeben.
Die drei Leichen waren bei Umbauarbeiten entdeckt worden und dürften vor Jahren im Boden verscharrt worden sein. Eine der Leichen war bereits so stark verwest, dass vorerst nicht einmal das Geschlecht festgestellt werden konnte.
(apa/red)
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