Samstag, 9. Juni 2007

Schwerverletzter bei Kollision auf Donau: Sportboot stieß gegen slowakisches Schiff

  • Vorfall ereignete sich bei Zwentendorf/Pischelsdorf

Einen Verletzten hat eine Kollision auf der Donau in Niederösterreich gefordert. Zu Mittag war auf Höhe Zwentendorf/Pischelsdorf (Bezirk Tulln) - einige hundert Meter flussabwärts von der Verladestelle der Donau-Chemie - ein Sportboot mit einem slowakischen Schubschiff zusammengestoßen. Der Führer des Sportbootes aus dem Bezirk Tulln erlitt schwere Kopf- und Schnittverletzungen.

Da das Ausmaß des Unfalls zunächst nicht bekannt war, entsandte die NÖ Rettungsleitstelle LEBIG zwei Rettungsfahrzeuge und den Notarztwagen des Roten Kreuzes Tulln. Das Wasserfahrzeug war nur über Stegleitern zu erreichen.

Das Rettungsteam versorgte den verletzten 50-Jährigen noch auf seinem Boot, ehe gemeinsam mit Feuerwehrkräften die schwierige Bergung durchgeführt wurde. Mittels Zillen der Feuerwehr wurde der Verletzte zum Ufer gebracht und per Kran über die Böschung gehoben. Anschließend wurde er ins Krankenhaus Tulln gebracht.

Ursache für Kollision
Zur Ursache der Kollision auf der Donau teilte die NÖ Sicherheitsdirektion mit, dass der Motorbootfahrer vermutlich alkoholisiert war. Der slowakische Kapitän hatte noch versucht, den 50-Jährigen mittels Hupzeichen zu warnen.

Der Motorschubschiffverband mit drei Schleppern - davon zwei aneinander gekoppelt und einer vorne dran - war von Altenwörth kommend stromabwärts unterwegs gewesen, das Motorboot stromaufwärts. Als es etwa auf Höhe des Schiffverbandes war, fuhr der 50-Jährige plötzlich aus seiner Sicht gesehen nach links direkt auf den vorderen Schlepper zu. Das Motorboot streifte mit der Steuerbordseite den Bug des Schleppers im rechten Bereich.

Nach Angaben der Feuerwehr Tulln hatte ein Beschäftigter der Donau -Chemie die Landeswarnzentrale um 12.07 Uhr über die Kollision informiert. Beim Eintreffen der Feuerwehren war das beschädigte Sportboot bereits provisorisch am Schubverband befestigt. Nach der Bergung des Verletzten wurde das stark beschädigte Boot mit Hilfe zweier Feuerwehrboote stromaufwärts in den nahen Yachthafen Klein Schönbichl geschleppt.

(apa/red)

9.6.2007 07:10