Mutter des erdrückten Babys hat Filmriss: 37-Jährige war betrunken & nahm Tabletten
- Leidet unter Depressionen, Bulimie und Alkoholsucht
- Frau droht jetzt Haftstrafe von bis zu zehn Jahren
Die Mutter jenes vier Monate alten Buben aus der Oststeiermark, der vermutlich von der Frau erdrückt worden war, ist erstmals von der Polizei einvernommen worden: Die 37-Jährige gab an, sie habe - nachdem ihr Lebensgefährte das Haus verlassen hatte - Wein und Bier getrunken. Danach könne sie sich erst wieder an das Erwachen in der Landesnervenklinik erinnern, so die ermittelnden Beamten.
Die unter Depressionen, Bulimie und Alkoholsucht leidende Frau sagte aus, getrunken zu haben - obwohl sie sich bewusst gewesen sei, dass sie danach die Fürsorge für ihren Sohn wahrscheinlich nicht mehr übernehmen könne, hieß es seitens der Polizei im Gespräch mit der APA. Die 37-Jährige habe einen dreiviertel Liter Weißwein sowie eine Flasche Bier getrunken. Zusätzlich dürfte sie Medikamente - vermutlich Antidepressiva - genommen haben. Da die Frau aus Blumau (Bezirk Fürstenfeld) weniger als 50 Kilogramm wiege, habe diese Kombination vermutlich für den "Filmriss" gereicht, so die Exekutive.
Haftstrafe von bis zu zehn Jahren droht
Der Mutter droht nun wegen Verletzung der Fürsorge mit Todesfolge eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Ein Sachverständiger muss jedoch zuvor die Zurechnungsfähigkeit der Alkoholkranken beurteilen. Die Erhebungen der Polizei wurden gestern, Dienstag, abgeschlossen und die Anzeige an die Staatsanwaltschaft geschickt.
Der Bub war von Angehörigen tot zwischen den Beinen seiner stark alkoholisierten Mutter aufgefunden worden. Die 37-Jährige war beim Eintreffen der Beamten nicht ansprechbar und wurde in die Landesnervenklinik Sigmund Freud nach Graz eingeliefert. Eine Obduktion des Säuglings ergab, dass er erdrückt wurde.
(apa/red)
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