Noch immer Rätselraten um Babyleichen: Große Probleme bei Klärung des Hergangs
- Geschlecht des dritten Kindes nicht mehr bestimmbar
- Noch keine konkreten Hinweise auf die Kindesmutter

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Das Geschlecht der dritten in Innsbruck gefundenen Babyleiche ist laut Obduktionsbericht nicht bestimmbar. "Der Zustand des toten Kindes war schon zu schlecht", erklärte Walter Pupp, Leiter des Landeskriminalamtes. Alle aktuellen Mieter des Vierparteienhauses im Stadtteil Wilten seien inzwischen befragt worden. Daraus hätten sich aber keine konkreten Hinweise auf die Kindesmutter ergeben.
Die im Kellerabteil sichergestellten Spuren werden in den nächsten Tagen und Wochen kriminaltechnisch untersucht. Dazu gehören die Plastiksäcke, in denen die Kinder gefunden wurden.
Die Obduktion ist abgeschlossen, teilte der Vorstand des Instituts für Gerichtsmedizin an der Universität Innsbruck, Richard Scheithauer, mit. Die DNA-Analyse, die notwendig ist, um die Mutter zu ermitteln, ist bei den drei toten Babys sehr aufwendig.
Durch die lange Liegezeit ist ihr Zustand durch Fäulnis und Verwesung sehr schlecht. "Um ein bisschen DNA zu gewinnen, ist ein sehr großer Aufwand nötig", schilderte er. Bei diesem Prozess seien die Mediziner erst am Anfang. "Da es sich hier um eine sehr Zeit raubende Arbeit handelt, ist mit vielen Wochen zu rechnen. Ob danach ein Ergebnis feststeht oder nicht, kann noch nicht vorhergesehen werden. Der Zustand der Kinder ist nicht so, dass ich eine positive Prognose abgeben kann. Lieber gar keine", meinte Scheithauer.
Die Staatsanwaltschaft Innsbruck wartet auf den Obduktionsbericht und "auf alles Mögliche". "Es wird nach Leuten, Mietern, Eigentümern des Hauses gesucht. Wir warten auch auf den Bericht, aber der kann für uns nicht von so großer Bedeutung sein, dass wir parallel gar nichts mehr tun", erklärte der Leitende Staatsanwalt, Rudolf Koll.
Wenn die Mutter das Kind bei der Geburt getötet hat, verjährt dieses Delikt nach fünf Jahren. Daher sei die Frage nach dem Vater ebenfalls interessant, der "kann ja auch zugedrückt haben". Es ist alles noch offen und daher noch alles denkbar, sagte er.
Ein neuer Mieter hatte Umräumarbeiten in dem Kellerabteil verrichtet. Als er eine Bodenabdeckung anhob, fand er eine in Plastiksäcken eingepackte Babyleiche. Im Laufe des Nachmittags entdeckte die Polizei zwei weitere vergrabene tote Kinder.
(apa/red)
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