Hartes Fremdenrecht schreckt Forscher ab: Ausländische Experten nicht auf Elite-Uni
- Projektleiter Harari: Änderung "absolut notwendig"
- Besten Forscher der Welt mit Bürokratie verfolgt
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Kritik am Fremdenrecht übt der Chef des Exekutiv-Komitees zur Vorbereitung der geplanten Elite-Uni "I.S.T. Austria" in Maria Gugging, Haim Harari. "Ich habe von den Sorgen der Universitätsrektoren, wie Professor Winckler von der Uni Wien, gehört. Leider haben sie absolut recht, wenn sie befürchten, dass ihnen ausländische Forscher auf Grund des österreichischen Fremdenrechts abspringen oder gar nicht erst kommen", sagte Harari. Es sei "absolut notwendig, das zu ändern".
Der ehemalige Präsident des Weizmann-Instituts in Israel betont, als Ausländer stehe es ihm nicht zu, sich einzumischen. "Aber eines muss klar sein: Wenn Österreich wirklich eine führende internationale Institution schaffen will, muss sich die Politik entsprechend darauf einstellen," so Hariri im "Kurier".
Der wissenschaftliche Beirat (Scientific Board) des Institute of Science and Technology will nun mit der internationalen Suche nach Wissenschaftern für die Einrichtung beginnen. Bei der Suche nach den besten Forschern der Welt würden die Staaten im Wettbewerb stehen, erstklassige Wissenschafter würden überall auf der Welt willkommen geheißen.
Deshalb sollte man sie in Österreich "mit roten Teppichen begrüßen und nicht mit Bürokratie verfolgen", so Harari. "Wenn diese aber mit Problemen konfrontiert sind, weil etwa ihre Ehepartner keine Arbeitsbewilligung bekommen, werden sie nicht kommen."
(apa/red)
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