Montag, 4. Juni 2007

Aus für Grünblinken nächstes Jahr in Wien: Testphase auf einer Haupteinfahrtsroute

  • Pilotversuch soll mehr Sicherheit und Zeit bringen

Nächstes Jahr soll in Wien ein Pilotversuch in Sachen Grünblinken der Ampeln stattfinden. Auf einer Wiener Haupteinfahrtsroute werden eine Zeit lang die Ampeln in der Grünphase nicht mehr blinken. Das hat eine Sprecherin des Wiener Verkehrsstadtrats Rudolf Schicker (S) im Gespräch mit der APA berichtet.

Die Ressortsprecherin bestätigte einen Bericht der "Wiener Zeitung", wonach in der Bundeshauptstadt über ein testweises Aus für das Grünblinken nachgedacht wird. Als ein wichtiges Motiv dafür werden im Rathaus Sicherheitsbedenken genannt. Es gibt demnach in Österreich mehr Auffahrunfälle bei Kreuzungen - im Vergleich zu anderen Ländern, wo auf Grün üblicherweise sofort die Gelbphase folgt.

Nicht hilfreich
Laut Schicker handelt es sich beim Grünblinken, das vier Sekunden dauert, um "kein hilfreiches Signal". Außerdem stehle es Zeit. Die Änderung sei überdies im Sinne einer Vereinheitlichung innerhalb Europas.

Zeitplan fix
Der Zeitplan für den Pilotversuch ist bereits ziemlich fix: Noch bis zum Herbst laufen Untersuchungen, die etwa klären sollen, ob der Pilotversuch auch Sicherheitsrisiken birgt. Experten, Autofahrerklubs und die zuständigen Magistratsabteilungen sollen bei der Vorbereitung bzw. der Auswahl der Teststrecke eng zusammenarbeiten. Im Herbst wird dann beim Verkehrsministerium um eine Genehmigung für den Probelauf angesucht - der schließlich im kommenden Jahr Realität werden soll. Wie lange der Versuch dauert, ist laut Rathaus offen. Vorgesehen sei jedenfalls, dass es eine laufende Evaluierung geben wird. (APA/red)

4.6.2007 15:20