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8 portable Navi-Geräte im ÖAMTC-Praxistest
- Die Kinderkrankheiten sind jetzt endlich überwunden
- Fast alle Modelle konnten die Tester überzeugen

·Spanien oder Italien: Urlaubsnavis im Test
TV-MEDIA: Neun aktuelle Systeme unter der Lupe
·Navi-Systeme um Faktor 100 schneller?
Forscher beschleunigen Routen-Algorithmus
Sie sind der Verkaufsschlager des Automobilzubehörhandels: Portable Navigationsgeräte. Im vergangenen Jahr wanderten 170.000 Stück über heimische Ladentische. Der ÖAMTC, der laufend Navigationshilfen Funktionschecks unterzieht, hat acht Modelle der aktuellen Generation auf ihre Praxistauglichkeit untersucht.
"Die Ergebnisse waren überwiegend positiv", fasst Club-Techniker Steffan Kerbl zusammen. "Schlechte Bildschirmauflösung, Routenberechnungen, die eine Kaffeepause lang dauern, und andere Mängel, wie man sie von älteren Geräten her kennt, gibt es nicht mehr." Trotzdem empfiehlt der ÖAMTC-Experte, die handlichen elektronischen Wegweiser vor dem Kauf auszuprobieren. Zählt doch in der Regel in Bezug auf Menüstruktur und Kartendarstellung der persönliche Geschmack mehr, als Experten-Bewertungen.
Flotte Routenberechnung
Der Testsieger Mio C520t (Bewertung: "sehr empfehlenswert") überzeugte, ebenso wie die vom ÖAMTC als "empfehlenswert" eingestuften Garmin nüvi 670, Medion GoPal PNA 515T, Nokia 330, VDO Dayton PN2050, ViaMichelin X-980T, nicht durch herausragende Highlights oder Zusatzfunktionen, sondern durch reibungslose Funktion von Routenberechnung, Routenführung und Datenbestand. Nachbesserungsbedarf bei diesen Basisfunktionen zeigten die beiden übrigen überprüften Modelle Acer p660 und Blaupunkt TravelPilot Lucca 5.2. Für sie gab es im ÖAMTC-Test daher nur ein "bedingt empfehlenswert."
16:9
Auffallend an den getesteten Modellen ist der Trend zu 16:9-Bildschirmen, nur drei Geräte verfügen über ein klassisches Display-Seitenverhältnis von 4:3 (Medion, VDO und Nokia). "Die breiten Schirme sind allerdings nicht wirklich zweckmäßig", erklärt Kerbl. "Meist wählt man ja die Karten-Darstellung in Fahrtrichtung - also senkrecht." Die 4:3-Navis hingegen sind kompakter und eignen sich somit auch für Fußgänger.
Wie alt ist die Karte?
Nachholbedarf ortet der ÖAMTC bei der Kennzeichnung des Karten-Datenbestands: "Das Alter des Kartenmaterials sollte auf der Packung aufgedruckt sein." Zu Updates via Internet rät Kerbl nur Menschen mit guten PC-Kenntnissen: "In den seltensten Fällen klappt alles reibungslos. Aktuellere Karten zum Nachrüsten auf Speicherkarten sind wesentlich besser."
Schwachpunkt TMC-Verkehrsinfos
Sechs der acht getesteten Navigationsgeräte können die von den ORF-Radiosendern im "Traffic Message Channel" (TMC) für das menschliche Ohr unhörbar codierten Verkehrsmeldungen empfangen und bei der Berechnung der Routen berücksichtigen. Beim Test der TMC-Funktion, den der ÖAMTC gemeinsam mit Technikern der Österreichischen Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS) durchführte, wurden Empfangsleistung, maximaler Meldungsstand (wie viele Meldungen kann das Gerät interpretieren) und Qualität der Meldungen (Übereinstimmung der Meldungen mit den vom ORF ausgesendeten Meldungen) überprüft. Es zeigte sich, dass die empfangenen Meldungen problemlos in die Routenermittlung einbezogen werden. Allerdings gelangen nicht alle abgestrahlten Meldungen auch zu den Geräten. Der Grund: Die zum Empfang der Radiodaten mitgelieferten Wurfantennen sind nur bedingt geeignet. ÖAMTC-Techniker Kerbl: "In Ballungsräumen gab es kaum Empfangsprobleme, aber in topographisch ungünstigen Lagen sind die meist mit Saugnäpfen an der Innenseite der Scheibe zu befestigenden Antennen nutzlos." Trotz eines "Befriedigend" als beste Note sieht Kerbl TMC auch bei mobilen Navigationsgeräten grundsätzlich als wertvolle Hilfe zur Umgehung von Verkehrsstaus. (OTS/red)
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