Mittwoch, 30. Mai 2007

Blauer Dunst soll abziehen: Mehrheit der Österreicher fordert generelles Rauchverbot

  • Glauben an positive Auswirkungen auf Gesundheit
  • 59 % am Aufhören gescheitert. PLUS: UMFRAGE!

Knapp zwei Drittel der Österreicher (63 Prozent) sind für ein generelles Rauchverbot. Das geht aus dem "Gesundheitsmonitor" hervor, den das Linzer Meinungsforschungsinstitut "market" im Auftrag der Merkur Versicherung mit der Zentrale in Graz erstellt und veröffentlicht hat. 67 Prozent sind der Ansicht, dass es sich positiv auf die allgemeine Gesundheit auswirken würde.

"market" führte im Mai telefonische Interviews mit 401 repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren ausgewählten Personen durch. Dabei gaben 35 Prozent an, stark für ein generelles Rauchverbot zu sein. 28 Prozent sind eher dafür. 47 Prozent sind für striktere Verbote am Arbeitsplatz, 45 Prozent sind mit den derzeitigen Regelungen zufrieden.

Entwöhnungsmethoden
27 Prozent der Befragten deklarierten sich als Raucher. 59 Prozent von ihnen haben mindestens schon einmal vergeblich versucht, dem blauen Dunst abzuschwören. Im Durchschnitt kennt jeder Nikotinabhängige fünf Entwöhnungsmethoden. Die bekanntesten sind Pflaster und Kaugummi, auf den Plätzen folgen Akupunktur, Hypnose, Bücher, Seminare und die Willensmethode. Diese Art der Entwöhnung und Literatur werden auch am häufigsten genutzt.

Wenig Argumente für Aufhören
Laut "market" fallen den Österreichern nicht viele Argumente ein, das Qualmen sein zu lassen: Zwei Fünftel nennen die Angst vor Übergewicht als Grund, nicht mit dem Rauchen aufhören zu können. Weitere 40 Prozent wollen nicht auf den Genuss verzichten, 29 Prozent fürchten zu scheitern. Hohn vom Freundes- und Bekanntenkreis hält nur vier Prozent davon ab, nicht mehr zu rauchen.

(apa/red)

30.5.2007 15:32