Norweger streiten über Traditionen: Ist Nationaltrank Lebertran wirklich gesund?
- Unter Wissenschafter ist Glaubenskrieg ausgebrochen
Unter norwegischen Wissenschaftern ist ein Glaubenskrieg über die gesundheitsfördernde Wirkung von Lebertran ausgebrochen. Nachdem der Ernährungswissenschafter Eilib Lund aus Tromso in der Zeitung "Aftenposten" angezweifelt hatte, dass der bittere Trank aus der Leber von Kabeljau oder anderen Fischarten irgendwie gesund sei, forderte sein Kollege Christian A. Drevon die Bevölkerung in der Internet-Ausgabe desselben Blattes auf: "Trinkt weiter Tran!"
Der von Kindern auch in anderen Ländern früher gefürchtete, aber inzwischen weitgehend aus den Küchenkästen verschwundene dickflüssige Trank ist in Norwegen nach wie vor "in". Ein Drittel der Wikinger-Nachfahren mit langer Fischfangtradition verleibt sich weiter regelmäßig Lebertran ein, hieß es in dem Bericht.
Drevon hob als besonders wichtig die Omega-3-Fettsäuren heraus, die Gefäßerkrankungen vorbeugen würden. Auch das Landesgesundheitsamt in Oslo schaltete sich in die Debatte mit einer Empfehlung zur unverminderten Einnahme von Lebertran ein. (apa/red)
