Donnerstag, 31. Mai 2007

Schließung des Gorenje-Werkes ist fix: 37 Mitarbeiter verlieren in Freistadt ihre Stelle

  • Gewerkschaft: 300.000 Euro zusätzliche Abfindung
  • Definitiv keine Nachfolgegesellschaft im Mühlviertel

Die Schließung des Gorenje-Werkes in Freistadt in Oberösterreich ist fix. 37 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Das gab der Landessekretär der Gewerkschaft Bau Holz, Meier, im Gespräch mit der APA bekannt. Dennoch gebe es ein "herzeigbares Ergebnis für beide Seiten": 300.000 Euro habe die Gewerkschaft zusätzlich zur gesetzlichen Abfindung ausgehandelt.

"Ab morgen werden 37 Arbeiter auf der Straße stehen", so Meier zur APA. Insgesamt würden letztendlich 67 Arbeiter und Angestellte von den Kündigungen betroffen sein. In einer Betriebsversammlung wurde die Belegschaft über die endgültige Schließung des Gorenje-Werkes in Freistadt und eine sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses informiert.

Anders als zuletzt kolportiert, werde es aber "definitiv" keine Nachfolgegesellschaft und somit auch keinen Erhalt der Arbeitsplätze für das Gorenje-Werk in Freistadt geben, stellte Meier im Gespräch mit der APA klar. "Die Maschinen werden alle abgebaut und die Produktion nach Slowenien und der Slowakei rücküberstellt".

Als "positiv" sei in dieser Situation der Sozialplan zu werten, den die Gewerkschafter mit der Gorenje-Gruppe aushandeln konnten: Zu den gesetzlichen 800.000 Euro an Abfindung konnten im Rahmen der Verhandlungen weitere 300.000 Euro erreicht werden. An die Mitarbeiter wird das Geld über die Belegschaftsvertretung und die Gewerkschaft verteilt.

(apa)

31.5.2007 16:29