Weniger Arbeitslose im Mai in Deutschland: Zahl ist um 161.000 auf 3,806.000 gesunken
- Quote ging um 0,4 Punkte auf 9,1 Prozent zurück
- Teil des Rückgangs geht auf saisonbedingtes Konto
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai um 161.000 auf 3,8 Millionen gesunken. Das waren 732.000 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag. Die Arbeitslosenquote ging um 0,4 Punkte auf 9,1 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 10,9 Prozent gelegen.
Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Weise, sagte, der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland dauere an und belebe weiterhin den Arbeitsmarkt. Damit bleibe die Nachfrage nach Arbeitskräften auf sehr hohem Niveau. Ein Teil des Rückgangs um 161.000 gehe auf das Konto des saisonüblichen Frühjahrs-Aufschwungs.
Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Mai um 3.000 auf 3,855 Millionen gestiegen. In Westdeutschland nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 5.000 ab, im Osten stieg sie um 8.000.
Die Zahl der Erwerbstätigen ist im April im Vergleich zum Vorjahr um 560.000 (plus 1,4 Prozent) auf 39,25 Millionen gestiegen. Das ist die höchste Erwerbstätigenzahl seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Von März auf April erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen um 157.000 (plus 0,4 Prozent). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, ergibt sich eine Zunahme von 35.000 Personen gegenüber dem Vormonat. "Der konjunkturelle Beschäftigungsaufbau der letzten Monate hält somit mit kaum verminderter Stärke an", erklärten die Statistiker. (apa/red)

