Donnerstag, 31. Mai 2007

Araber sind spitz auf Kornspitz: Backaldrin erobert nun den Nahen Osten und Russland

  • NEWS: Kornspitz schon eine Milliarde Mal verkauft
  • Chef Augendopler expandiert in mehr als 70 Länder

Global Player Backaldrin erobert nun den Nahen Osten und Russland. Kornspitz ist der Verkaufshit und wurde schon eine Milliarde Mal verkauft. Im Nahen Osten ist Backaldrin bereits Marktführer - obwohl den Namen dort fast niemand aussprechen kann.

Als Peter Augendopler in der jordanischen Hauptstadt Amman einen Korb mit fein gebackenen Kornspitzen beim Bäcker Abdel-Elah Al-Hamawi entdeckt, gehen die Emotionen des 61-Jährigen vor Freude fast mit ihm durch. "So schönes Gebäck findet man sogar bei uns sehr selten", attestiert der Kornspitz-Erfinder und Eigentümer des oberösterreichischen Backmittel-Produzenten Backaldrin dem jordanischen Backmeister und steckt ihm seine eigene goldene Anstecknadel - in Form eines Kornspitz - ans Revers.

Grund zur Freude hat Augendopler mit dem arabischen Raum häufig. Seit bereits elf Jahren vertreibt er im Königreich Jordanien seine Backmittel-Produkte, die jedes Gebäck weltweit einheitlich schmecken lassen. So erfolgreich, dass er in Amman die einzige Produktionsstätte außerhalb von Österreich errichten ließ.

Expansion bis in den Irak
Nun kommt auch noch die deutliche Erweiterung des Standorts in Amman, der mitten in der Wüste steht und von wo aus bereits mehr als 22 arabische und nordafrikanische Länder bearbeitet werden. Bis in den Irak wird geliefert - aus Sicherheitsgründen allerdings nur bis zur Grenze.

Zum Geschäftsprinzip von Backaldrin zählt nicht, im Ausland zu produzieren, sondern weltweit aus Österreich zu exportieren. Die Exportquote beträgt stolze 75 Prozent. Die Erzeugung von Backmittel-Mischungen ist prinzipiell Sache der Zentrale in Asten bei Linz. Doch für Jordanien machte Augendopler eine Ausnahme.

Jordanien-Geschäftsführer Mahmoud Khader erklärt, warum: "Wir haben die Backaldrin-Produkte aus Österreich auf Euro-Basis eingekauft. Die jordanische Währung ist an den Dollar gekoppelt. Da der Dollar aber gegenüber dem Euro um mehr als 40 Prozent an Wert verloren hat, erzielten wir keinen Deckungsbeitrag mehr. Die Kosten können wir nicht an unsere Kunden weitergeben."

Nachdem Augendopler von der verzwickten Lage erfahren hatte, fiel der Startschuss für das jordanische Produktionswerk recht rasch.

Mittlerweile ist Backaldrin (Akronym für: Backen alles drinnen) in mehr als 70 Staaten der Welt vertreten, hat in elf Ländern eigene Tochtergesellschaften und setzt mit 450 Mitarbeitern 105 Millionen Euro um. Das Ziel des Backaldrin-Eigentümers: pro Jahr um zehn bis 15 Prozent zu wachsen. Harald Deller, Backaldrin-Geschäftsführer und zuständig für die Auslandsexpansion: "Aufwändig ist vor allem die Suche nach den richtigen Geschäfts- und Vertriebspartnern in den jeweiligen Ländern. Ohne die geht gar nichts. Wir brauchen loyale und engagierte Manager vor Ort, die wissen, wie der Markt funktioniert."

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31.5.2007 10:14