Mittwoch, 30. Mai 2007

Höhere Zinsen - Direktbanken boomen: Junge haben keine Sicherheits-Bedenken!

  • 2/3 haben weniger als 10.000 Euro veranlagt
  • Auch Besserverdiener unter wachsender Klientel

Die Banken ohne Bankfilialen - also Direktbanken - boomen. Auch für 2007 werden satte Zuwächse erwartet. Einzig das Thema Sicherheit könnte den Zuwachs tendenziell stoppen, heißt es in einer Studie von GfK zum Thema Onlinebanking und Direktbanken. Verunsichert würden aber auch davon eher jene Menschen, die potenziell ohnedies nicht der Kundengruppe der Direktbanken zuzurechnen sind. Der jungen Generation sei damit "keine Angst mehr zu machen", stellt GfK Finanzmarktforschng fest.

Höhere Zinsen, weniger Spesen und "rund um die Uhr geöffnet". Mit diesen Schlagworten locken Direktbanken für die Erledigung von Bankgeschäften über Computer und Telefon. So werden von den Direktbanken für 2007 mehr als 900.000 Kunden erwartet. Den Veröffentlichungen der Direktbanken zufolge sind es nicht nur "Internet-Junkies" oder studentische Zielgruppen, sondern immer häufiger die so "Erbengeneration" und das anspruchsvolle Segment der Gutverdiener.

In der Gesamtbevölkerung spielen zwar Direktbanken auf den ersten Blick nur eine geringe Rolle. Nur 5 Prozent haben eine Geschäftsbeziehung zu einer Direktbank, unter Online-Bankern haben 28 Prozent eine Geschäftsverbindung zu einer Direktbank. Tendenz jedoch stark steigend.

Bei der Produktnutzung dominieren einfache Produkte, Sparen und Zahlungsverkehr, auch Wertpapiere spielen eine immer größere Rolle, Versicherungen und Finanzierungen stoßen auch auf Grund des mangelnden Angebotes auf geringeres Interesse, hat GfK herausgefunden.

Bis zu 1/3 des Vermögens bei Direktbank
Trotz dieser "Produktlimitierung" seien die veranlagten Summen bei Direktbanken nicht gering: Die Hälfte der Direktbanken-Kunden gibt an, bis zu einem Drittel ihres Geldvermögens bei einer Direktbank zu veranlagen. Knapp zwei Drittel (62 Prozent) hätten jedoch weniger als 10.000 Euro veranlagt.

Banken und Privatnutzer rüsten sich durch immer bessere Software und/oder Code-Verfahren gegen Attacken. Die Hälfte der Online-Banker hat zwar ein Phishing-Mail in den letzten 6 Monaten erhalten. trotzdem wird die Bedrohung als gering wahrgenommen, nur 14 Prozent fühlen sich bedroht.

Eine laut GfK "sehr realistische Einschätzung" zeigt sich auch beim Thema Internet-Betrug: die Online Banker seien sich bewusst, dass das Internet Gefahren berge. So gehen mehr als 8 von 10 Online-Banker davon aus, dass Internet-Betrügereien zunehmen werden. Erkannt werde die Eigenverantwortung beim Schutz gegen solche Attacken (77 Prozent). (apa)

30.5.2007 17:44