Mittwoch, 30. Mai 2007

Bekenntnis zur Böhler-Übernahme: Wiener Städtische nimmt Angebot der Voest an

  • Voest hat weitere 2 % an Stahlkonzern in der Tasche
  • Annahmefrist läuft am kommenden Montag aus

Als erster der größeren Streubesitz-Aktionäre bei Böhler-Uddeholm hat sich die Wiener Städtische zu Annahme der Übernahmeangebots der voestalpine bekannt. Die Versicherungs-Gruppe habe "beschlossen, das auf 73,00 Euro pro Aktie erhöhte Übernahmeangebot der voestalpine zum Erwerb der Aktien der Böhler- Uddeholm AG anzunehmen", teilte die Wiener Städtische mit.

"Mit dem Verkauf unserer Anteile an die voestalpine unterstützen wir die beabsichtigte Formierung eines international führenden Stahlkonzerns mit Sitz in Österreich", erklärte der Generaldirektor der Versicherung, Günter Geyer. Laut der Mitteilung hält die Wiener Städtische derzeit noch "über direkte und indirekte Beteiligungen insgesamt 2,15 Prozent" der Anteile an Böhler. Zuletzt waren Beobachter von einem Anteil der Versicherung am Edelstahlkonzern von rund 3 Prozent ausgegangen.

Die Voest hatte Ende März bereits die Böhler-Anteile der Fries- Gruppe übernommen und hält damit derzeit 21 Prozent. Für die übrigen Böhler-Aktionäre hat der Linzer Konzern ein Übernahmeangebot von 69 Euro gelegt, das sie vor zwei Wochen dann auf 73 Euro erhöht hat.

Die Annahmefrist für die Böhler-Aktionäre läuft am kommenden Montag aus. Bedingung ist, dass mehr als 50 Prozent der stimmberechtigten Aktien an die Voest übergehen. An der Börse notierte Böhler-Aktie Mittwochmittag bei 72,62 Euro.

(apa/red)

30.5.2007 14:51