Stranzl, Hoffer, Macho als ÖFB-Lichtblicke:
Positive Aspekte trotz siegloser Partien
- Goalie Macho untermauerte Anspruch auf 1er-Leiberl
- Debüt: Hoffer für ÖFB-Steigerung mitverantwortlich
·Kehren Vastic & Co. ins Team zurück?
Hickersberger vermisst bei Jungen Fortschritte
·Sollen Routiniers ins Team zurückkehren?
MITSTIMMEN: Vastic & Co. als letzter Ausweg?
·Macho rettet ÖFB- Team glanzloses 0:0!
Paraguay schwach, aber trotzdem klar stärker
·IHRE MEINUNG zum österreichischen Team
Mitreden: Sind Sie mit der Leistung zufrieden?
·Müdes ÖFB-Team
ohne wirkliche Chance
BILDER: So verlief das Spiel gegen Paraguay
·Teamkader: Diese Kicker werden spielen
Standfest mit Grippe aus dem Teamcamp abgereist
·Die ÖFB-Teamspieler in der Einzelkritik!
Klicken: Hoffer, Sariyar und Prödl zeigten auf
·Reaktionen auf das Spiel gegen Paraguay
Hicke: "Spiel zeigt, wo unsere Probleme liegen"
·Rapid-Fan-Attacken auf Ivanschitz: Bilder!
KLICKEN: So verlief das Spiel gegen die Schotten
·ÖFB-Länderspiele bis zum EURO-Großevent
2007 Geschichte. 2008 wartet u.a. Deutschland
Wenn auch das österreichische Fußball-Nationalteam im Jahr 2007 weiter auf einen Sieg warten muss, so brachte das 0:0 gegen Paraguay zumindest einige positive Aspekte. Goalie Jürgen Macho untermauerte mit einigen Glanzparaden seine Anwartschaft auf das Einser-Leiberl bei der EURO 2008, Erwin Hoffer war bei seinem Team-Debüt maßgeblich am Aufschwung in der zweiten Hälfte beteiligt und Martin Stranzl präsentierte sich einmal mehr als echter Führungsspieler.
Dabei hatte der Spartak-Moskau-Legionär wegen einer Viruserkrankung wochenlang pausieren müssen und sein erstes Mannschaftstraining erst im ÖFB-Camp in Lindabrunn absolviert. Die Kraft reichte zwar nur für 45 Minuten ("Nach 15 Minuten hatte ich eine Phase, in der mir die Luft weggeblieben ist"), in dieser Zeit stemmte sich der Burgenländer aber vehement gegen die in dieser Phase klar überlegenen Südamerikaner.
Das nahm auch Teamchef Josef Hickersberger wohlwollend zur Kenntnis. Viele Mitspieler könnten sich am Verteidiger ein Beispiel nehmen, der "aggressiv war, obwohl er wochenlang nicht trainiert hat", so der Niederösterreicher.
Stranzl war bemüht, seiner Führungsrolle so weit wie möglich gerecht zu werden. "Ich habe eine gewissen Vorbild-Funktion, also habe ich versucht, ein Zeichen zu setzen. Der eine oder andere ist auch mitgezogen", kommentierte Stranzl die Kompromisslosigkeit, mit der er in seine Zweikämpfe ging.
"Manche machen es sich zu einfach"
Einige Kicker hätten aber noch immer nicht verstanden, worum es im österreichischen Nationalteam gehe. "Manche Spieler machen es sich zu einfach. Sie denken, es ist noch viel Zeit bis zur EURO, aber es ist gar keine Zeit mehr", mahnte der Russland-Legionär, der nicht mehr auf dem Platz war, als der quirlige Hoffer in der zweiten Hälfte des Öfteren für Gefahr vor dem Paraguay-Tor sorgte.
Wirklich glücklich war der Rapid-Stürmer mit seinem Team-Debüt dennoch nicht. "Ich bin zwar froh, dass ich gespielt habe, aber auch unzufrieden. Wir hätten gewinnen müssen", ärgerte sich der baldige U20-WM-Teilnehmer, der zwei gute Chancen vorgefunden hatte. Bei einer Möglichkeit wäre es wohl besser gewesen, hätte Hoffer für den mitgeeilten Roland Linz aufgespielt. "Im Nachhinein ist man immer gescheiter, aber ich habe Linz in dieser Situation überhaupt nicht gesehen."
Der Rapidler hatte im vergangenen Winter einen Mittelfußknochenbruch erlitten und war erst im April wieder topfit geworden. Bei den Hütteldorfern kam er dann wie schon vor seiner Verletzung über Kurzeinsätze nicht hinaus, das soll sich nun laut Hickersberger-Assistent Andreas Herzog ändern.
"Man sieht, dass es in Österreich Talente gibt. Aber wenn die nicht spielen, haben wir in einem Jahr das gleiche Problem wie heute", sagte der ÖFB-Rekordspieler, und Hickersberger ergänzte (augenzwinkernd), er wolle mit Rapid-Trainer Peter Pacult über diese Causa reden.
Jürgen Macho hatte seinen Stammplatz in der vergangenen Saison bei Kaiserslautern sicher, dem Einser-Trikot bei der EURO ist er mit seiner Leistung gegen Paraguay möglicherweise näher gekommen. "Ich versuche in jedem Spiel, in dem ich eine Chance erhalte, mein Bestes zu geben. Diesmal ist mir das ganz gut gelungen. Wir haben zu Null gespielt, das spricht für mich und die ganze Mannschaft", gab sich der elffache Teamspieler, der sich allerdings auch zwei Unsicherheiten leistete, in der Einserfrage zurückhaltend.
(apa/red)










