1.6.2007 12:21

Im Schatten von Südamerikas Giganten: Paraguay ein Team ohne Glanz Brasiliens

  • Land war aber schon siebenmal bei WM-Endrunde

Paraguay steht seit jeher im Schatten der großen südamerikanischen Nationalteams von Brasilien und Argentinien. Während die beiden einwohnerreichsten Länder des Kontinents bei jedem WM-Turnier zu den Titelanwärtern zählen, ist man im Fünf-Millionen-Staat schon froh, überhaupt bei einer Endrunde dabei zu sein.

Dieses Kunststück gelang Paraguay immerhin siebenmal (1930,1950,1958,1986,1998,2002,2006), wobei es 1986, 1998 und 2002 sogar für das Achtelfinale reichte. 2006 in Deutschland hieß es nach Niederlagen gegen England und Schweden sowie einem Sieg gegen Trinidad & Tobago bereits nach der Gruppenphase Abschied nehmen, vom damaligen Aufgebot scheinen gerade einmal zehn Spieler - darunter Bayerns Roque Santa Cruz und Wolfsburgs Julio dos Santos, nicht aber Dortmund-Stürmer Nelson Valdez - im aktuellen Kader auf. Paraguays wohl bekanntester Spieler, der torgefährliche Goalie Jose Luis Chilavert, hat seine Karriere nach insgesamt 62 Treffern 2004 beendet.

Während der große Wurf bei Weltmeisterschaften bisher ausblieb, feierte die "Albirroja" genannte Auswahl an der Nebenfront Erfolge. So gewann sie 1953 und 1979 die Copa America und holte 2004 in Athen Olympia-Silber. Allein schon diese Erfolge sind angesichts der Situation in einem der ärmsten Länder Südamerikas beachtlich. Paraguay hat gerade einmal elf Profi-Klubs, deren ohnehin spärliche Einnahmen versickern zu einem erheblichen Teil in dunklen Kanälen, was wiederum zu einer durchschnittlichen Besucherzahl von unter 1.000 Zuschauern in der höchsten Liga geführt hat.

(apa/red)

1.6.2007 12:21
Seite bookmarken bei: ? Hilfe
Olympia 2010 - Alle Bilder & Videos
zurück zur Startseite