Ultras kündigen für heute Waffenruhe an:
Keine neuen Attacken gegen Ivanschitz
- Communique: Protest "in dieser Form einmalig"
- West-Tribüne: ÖFB-Kapitän bleibt aber Feindbild
·Ivanschitz-Attacken:
"In mir viel zerstört"
Hicke: "Reine Fanatiker". Sperre der West-Tribüne?
·Schwache ÖFB-Elf:
Jetzt Meinung posten!
Österreichs Fußball ein Jahr vor EM am Boden?
·Rapid-Fan-Attacken auf Ivanschitz: Bilder!
KLICKEN: So verlief das Spiel gegen die Schotten
·ANALYSE: Warum "Hicke" zaubern muss
Keine Fortschritte: Team fehlt vor allem die Reife
·0:1: Schotten waren ÖFB-Team zu stark!
Stürmermangel & Rapid- Attacken auf Ivanschitz
·Die ÖFB-Teamspieler in der Einzelkritik!
Klicken: Hoffer, Sariyar und Prödl zeigten auf
·IHRE MEINUNG zum österreichischen Team
Mitreden: Sind Sie mit der Leistung zufrieden?
·Reaktionen auf das Spiel gegen Schottland
Hicke: "Bereue es, Rapid- Trainer gewesen zu sein"
·Teamkader: Diese Kicker werden spielen
Standfest mit Grippe aus dem Teamcamp abgereist
·ÖFB-Länderspiele bis zum EURO-Großevent
2007 Geschichte. 2008 wartet u.a. Deutschland
Die Rapid-Ultras haben in einem Communique angekündigt, heute gegen Paraguay keine weiteren Protest-Aktionen gegen Andreas Ivanschitz im Hanappi-Stadion mehr zu starten. Der ÖFB-Teamkapitän bleibt für viele grün-weiße Fans aber ein Feindbild.
In der Aussendung hieß es: "Mag sein, dass ein Ländermatch kein geeigneter Schauplatz für derartige Kundgebungen ist, aber die Tatsache, dass A. Ivanschitz das erste Mal (Anm.: nach seinem Wechsel von Rapid zu Salzburg) im Gerhard Hanappi Stadion aufgelaufen ist, hat uns zu diesem Protest geführt. Ein Protest, der in dieser Form einmalig war und ihm gegenüber nicht mehr vorkommen wird." Außerdem wurde betont, dass sich die Aktionen nicht gegen das Team an sich, sondern nur gegen die Person Andreas Ivanschitz gerichtet hätten.
Viele haben es ihrem ehemaligen Idol nicht verziehen, dass er, wie sie meinen, des Geldes wegen zu Red Bull Salzburg wechselte. In ihren Augen ein Affront, ein Verrat an Rapid und ihren Idealen. Dabei fällt nicht der Fakt eines Wechsels an sich so sehr ins Gewicht, sondern die Umstände unter denen dieser damals über die Bühne ging. Genauso wie die Tatsache, dass es sich um einen Transfer zum als "Klassenfeind" betrachteten Klub aus Salzburg handelte.
Kampf gegen modernen Fußball
Teile der Rapid-Ultras haben sich neben der akustischen und optischen Unterstützung ihres Vereins auch dem Kampf gegen die Kommerzialisierung und den Auswüchsen des modernen Fußballs verschrieben.
Aus diesen Gründen richtet sich der Unmut auch gegen den ÖFB und die EURO 2008. Die EM, als Event vermarktet und platziert, ein Riesenspektakel, bei dem es vor allem auch um Millionen und Profitstreben geht, ist ein Paradebeispiel für das Gesicht des modernen Fußballs. Jene Entwicklung also, gegen die nicht nur Rapid-Ultras vehement auftreten. Hinzu kommt ein gefühltes Übermaß an Repression - Überwachung, Kontrollen und generelle Kriminalisierung - die diversen organisierten Fangruppen sauer aufstößt.
(red)










