EURO-Vorbereitung: ÖFB-Team macht in Lindabrunn Bekanntschaft mit EM-Quartier
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Österreichs Nationalmannschaft absolviert einen weiteren Testlauf. Die ÖFB-Kicker machen in Lindabrunn Bekanntschaft mit jenem Quartier, in dem sie sich vor der Heim-EM rund zwei Wochen lang aufhalten werden.
Am 26. April 2008 endet die Bundesliga, kurz danach stehen diverse Tests auf dem Programm. Danach bekommen die Internationalen einige Tage Urlaub. Nach einem Kurz-Trip voraussichtlich nach Sardinien werden Ivanschitz und Co. ungefähr 14 Tage in der Sporthauptschule Lindabrunn zusammengezogen.
In dieser Zeit stehen vor allem harte körperliche Einheiten auf dem Programm, erst eine Woche vor EM-Beginn übersiedelt der ÖFB-Tross ins offizielle EM-Quartier nach Stegersbach, wo den Teamspielern nur noch der letzte Feinschliff verpasst werden soll.
Auf dem 15 Hektar großen Areal von Lindabrunn, das vor der EM ausschließlich vom ÖFB benützt werden wird, stehen den Teamkickern insgesamt sechs Rasenplätze sowie eine Kunstrasenanlage mit Flutlicht zur Verfügung. 180 Betten umfasst die Herberge, außerdem integriert sind eine Kraftkammer und ein Regenerationsbereich mit Sauna und Whirlpools.
Ruhige Vorbereitung
In relativ abgeschiedener Lage rund 40 Kilometer südlich von Wien steht einer konzentrierten Vorbereitungsarbeit nichts im Wege. "Der große Vorteil ist, dass die Spieler hier in Ruhe ihre Vorbereitung machen können. Außerdem sind die Rasenplätze ständig in einem Top-Zustand", betonte Heinz Fohringer, der Technische Leiter und Verwalter-Stellvertreter der Sportschule Lindabrunn.
Die im Besitz des niederösterreichischen Fußball-Verbandes befindliche Anlage war bereits vor 30 Jahren errichtet worden und wurde in den vergangenen fünf Jahren ausgebaut und modernisiert. Sämtliche ÖFB-Trainerkurse werden in Lindabrunn abgehalten, das A-Team war unter anderem vor den Weltmeisterschaften 1978 und 1998 zu Gast. Diverse ÖFB-Nachwuchs-Teams machen hier seit Jahren mit schöner Regelmäßigkeit Station.
Die aktuellen Teamspieler unterscheiden sich in punkto Ansprüche nicht wesentlich von den Jung-Kickern, so Fohringer. "Wir haben kein Problem mit ihnen, sie sind pflegeleicht", erklärte der Technische Leiter, der am Freitag in einem Gespräch mit Kapitän Andreas Ivanschitz und ÖFB-Teammanager Werner Germ im Hinblick auf die EM über weitere Verbesserungen des Quartiers berät.
Diese Adaptierungen könnten bei der EURO 2008 auch einem anderen Nationalteam zu Gute kommen. Die Sportschule Lindabrunn fand Aufnahme in die Liste jener Aufenthaltsorte, die den Teilnehmern von der UEFA zur Turnier-Vorbereitung empfohlen werden. Nach dem Abschied der ÖFB-Mannschaft Ende Mai 2008 ist es daher gut möglich, dass ein weiterer EM-Teilnehmer in Lindabrunn einzieht. Vertreter von fünf nationalen Verbänden haben die Sportschule schon inspiziert.
(apa/red)










