Kiesenebner wechselt zu Lilleström SK:
Geht für dreieinhalb Jahre nach Norwegen
- Manager Fjörtoft: "Spieler, der genau zu uns passt"
·Bundesliga: Und der Ball rollt schon wieder!
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Markus Kiesenebner wird seine Fußballschuhe ab Sommer für den norwegischen Erstligisten Lilleström SK schnüren. Wie Jan-Aage Fjörtoft, der Manager des derzeitigen Tabellenführers, bekannt gab, unterschrieb der 28-jährige Oberösterreicher einen Vertrag über dreieinhalb Jahre. Als Vorbild für den Mittelfeldspieler dient Paul Scharner, der von Brann Bergen aus den Wechsel in die englische Premier League schaffte.
"Ich hoffe, dass auch Markus diesen Sprung schafft", meinte der langjährige Rapid-Profi Fjörtoft, der Kiesenebner seit dem Länderspiel Österreich gegen England (2:2, September 2004) im Auge behalten hatte. "Er ist ein Spieler, der genau zu uns passt. Wir haben schnelle, junge Spieler, Markus soll da seine Erfahrung einbringen und sie mit Bällen versorgen." Lilleström steht nach acht Runden an der Tabellenspitze der "Tippeligaen" und wird in der kommenden Europacup-Saison im UEFA-Cup antreten.
Kiesenebner selbst sieht sein Engagement im Hohen Norden als "neue Herausforderung". "Ich habe immer gesagt, dass ich einmal in meiner Karriere ins Ausland gehen möchte", meinte der Ex-Austrianer, der noch einmal das Beispiel Scharner in Erinnerung rief: "Es wäre mein Traum, in England zu spielen. Aber nun habe ich einmal mit Lilleström viel vor." Auch in Norwegen will der schlussgewaltige Mittelfeldakteur, der mit der Nummer 20 auflaufen wird, weiter im Blickfeld von Teamchef Josef Hickersberger bleiben. "Egal ob im In- oder Ausland - ich will immer Leistung bringen und mich in Erinnerung rufen." Derzeit ist mit Roman Kienast bei Ham-Kam ein zweiter Österreicher in Norwegen unter Vertrag.
Seinen eher unrühmlichen Abschied von den Wiener Violetten, als er vor dem letzten Meisterschaftsspiel nach einem Kabinenkrach mit Trainer Zellhofer aus dem Kader flog, hat Kiesenebner bereits abgehakt. "Sicher hat es ein bisschen weh getan, zum Abschluss nicht mehr gespielt zu haben", klang dann doch etwas Wehmut durch. Er werde sich aber beim Trainingsauftakt der Austria sicher noch einmal von seinem Ex-Team verabschieden.
(apa/red)
