Keine Sanktionen gegen McLaren: Kritisierte
Vorstellung von Monaco ohne Konsequenzen
- FIA sieht keine Stallorder: Taktik vollkommen legitim
- Ecclestone forderte zuvor den Rauswurf des Teams

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Der Automobil-Weltverband wird auf Grund der Vorfälle beim Grand Prix von Monaco keine Sanktionen gegen das Formel-1-Team McLaren-Mercedes verhängen. Das gab die FIA, die auf Grund des Vorwurfes einer illegalen Stallorder gegen den Rennstall ermittelt hatte, bekannt. McLaren hatte im WM-Lauf in Monte Carlo durch Weltmeister Fernando Alonso und den jungen Engländer Lewis Hamilton einen Doppelsieg gefeiert.
Die FIA hat den Funkverkehr zwischen der McLaren-Teamführung und den Piloten Alonso und Hamilton sowie sonstige Berichte und Daten genau analysiert.
"Es ist klar, dass die Aktionen von McLaren während dem Grand Prix von Monaco 2007 vollkommen legitim gewesen sind. Weitere Schritte sind daher nicht nötig", erklärte die FIA auf ihrer Website.
Im FIA-Statement hieß es weiter: "Es ist für ein Team ein Standard-Prozedere, im Falle einer derart klaren Führung seinen Fahrern zu sagen, dass sie langsamer fahren sollen. Damit soll das Risiko von technischen oder anderen Problemen minimiert werden. Es ist ebenfalls ein Standard-Prozedere und völlig verständlich, von den Fahrern zu fordern, dass sie sich nicht gegenseitig gefährden und einem Risiko aussetzen sollen."
Formel-1-Zampano Ecclestone hatte zuvor noch eine harte Strafe für McLaren in den Raum gestellt. "Sie könnten aus der WM ausgeschlossen werden oder es könnten Punkte abgezogen werden", erklärte Ecclestone und forderte für den Fall der Überführung eine harte Bestrafung durch die FIA.
Ferrari war 2002 nach dem Grand Prix von Österreich in Spielberg mit einer Million US-Dollar sanktioniert worden, weil der führende Rubens Barrichello seinen Teamkollegen Michael Schumacher in der Schlussrunde hatte passieren lassen müssen. Im Eindruck dieser unsportlichen Aktion änderte die FIA ihr Regulativ und verbietet unter Strafandrohung jegliche Stallorder.
McLaren-Teamchef Ron Dennis hatte bereits mehrfach betont, dass es sich beim Doppelsieg in Monaco nicht um eine Stallorder, sondern lediglich um eine Teamorder gehandelt hat.
(apa/red)
