Endstation Achtelfinale: Nummer 1 Justine Henin war für Bammer eine Nummer zu groß
- Tennis-Mama konnte gute Leistungen nicht abrufen
- Österreicherin mit ihrer Leistung nicht ganz zufrieden

·Ergebnisse und
Raster der Damen
Das Tableau für die French Open in Paris
·Ergebnisse und
Raster der Herren
Das Tableau für die French Open in Paris
·Toller French-Open- Auftakt für Paszek!
16-Jährige souverän in zweite Runde eingezogen
·Djokovic & Nadal im Halbfinale von Paris
Spanier fehlen nur noch zwei Siege zum "Hattrick"
·KLICKEN: BILDER der
French Open in Paris!
Stars & Sternchen, Freud & Leid am Centre Court
·STATISTIK: French-
Open-Sieger seit 1995
Von Graf und Muster bis hin zu Henin und Nadal
·Tennis: So steht's in den Weltranglisten!
Serena Williams und
Rafael Nadal die Nr.1
·"Sie war ein Boxer, der nie zurückschlägt"
Bammer-Coach über Erfolg seines Schützlings
Justine Henin ist bei den French Open 2007 zur Endstation für Tamira Paszek und Sybille Bammer geworden. Letztere musste sich in Paris in ihrem ersten Grand-Slam-Achtelfinale der topgesetzten Belgierin und zweifachen Titelverteidigerin nach 1:24 Stunden mit 2:6,4:6 geschlagen geben. Die 27-jährige Oberösterreicherin, die an der Seine als Nummer 20 gesetzt war, hatte sich als erste ÖTV-Spielerin seit Barbara Schett (US Open 2001) für die letzten 16 bei einem der Major-Turniere qualifiziert.
"Mit meiner Leistung bin ich nicht ganz so zufrieden. Ich war am Anfang überrascht, dass sie eher langsam gespielt hat und ich habe wenig Druck erzeugen können", zeigte sich Bammer selbstkritisch. Sie sei etwas zu relaxed in das Spiel gegangen. "Da war meine Anspannung etwas zu gering." Außerdem habe sie zu viele unerzwungene Fehler gemacht. "Im zweiten Satz habe ich mich ein bisserl frei gespielt, der war okay."
Mama Bammer, deren fünfjährige Tochter Tina freilich die Daumen drückte, konnte am französischen Muttertag nicht wirklich an ihre zuvor gezeigten Leistungen anschließen. Auch Henin war von ihrer Höchstform weit entfernt. Die Oberösterreicherin bäumte sich zwar im zweiten Satz beim Stand von 1:4 noch auf und schaffte mit zwei Rebreaks sogar noch das 4:4, doch dann machte Henin den Sack zu. "Bei 4:4 habe ich ein bisserl zittrig gespielt." Bammer kann sich mit einem Scheck über 66.250 Euro und dem Vorstoß in die Top 20 trösten.
"Paris war ein Super-Turnier, heute wäre mehr drinnen gewesen, aber sonst war es positiv", resümierte Bammer ihren French-Open-Auftritt. Ihre Topform hat Bammer trotz des Erreichens des Achtelfinales aber nicht erreicht. Das bestätigen Bammer und auch ihr Coach Jürgen Waber. "Ich habe diese Woche eigentlich mittelmäßig gespielt, so 50, 60 Prozent, was ich im Training spiele."
Henin ist quasi der Österreicher-Schreck dieser French Open: In der zweiten Runde hatte sie auch Tamira Paszek ausgeschaltet. Von einer eindrucksvollen Leistung war die Belgierin, die jetzt schon 18 Matches in Roland Garros ungeschlagen ist, aber weit entfernt. "Sie ist auch nur ein Mensch, hat wahrscheinlich auch Probleme mit An- und Entspannung", meinte Bammer dazu. "Und ich denke, sie hat auch Respekt vor mir gehabt, weil ich heuer auch schon ein paar gute Leute geschlagen habe."
Für Bammer geht es in der Staatsliga für das Kornspitz Team Oberösterreich weiter. Dann folgt eine spezielle Rasenvorbereitung in Kremsmünster, ehe es zu den nächsten WTA-Turniereinsätzen nach Eastbourne und danach Wimbledon geht. Im Tennis-Mekka hat Bammer im Vorjahr übrigens die dritte Runde erreicht: Ohne Rasenvorbereitung und mit Achillessehnenproblemen war sie damals nach London gereist.
(apa/red)
