Sonntag, 3. Juni 2007

WM-Leader Grönholm gewann Akropolis- Rallye: Sieg vor französischem Weltmeister

  • Österreicher Stohl auf Platz 8 - holte einen WM-Punkt
  • Frustrierter Abschied in die Pause bis Anfang August

Marcus Grönholm (Ford) hat in Athen mit seinem zweiten Akropolis-Rallye-Sieg in Folge die WM-Führung ausgebaut. Der 39-jährige Finne gewann 38,6 Sekunden vor Sebastien Loeb (Citroen) und liegt nun vor der achtwöchigen Sommerpause neun Punkte vor dem französischen Weltmeister. Platz drei ging an den Norweger Petter Solberg (Subaru).

Der Wiener Manfred Stohl (Citroen), von einem Reifenschaden zurückgeworfen, wurde bei seinem zehnten Akropolis-Start Achter und holte damit einen WM-Punkt, verabschiedete sich jedoch frustriert in die Pause bis Anfang August (Finnland-Rallye).

"Leider haben wir uns im Vergleich zu Sardinien nicht weiterentwickelt. Das Auto ist vom Setup her in Ordnung, doch es fehlt an Motorleistung. Damit sinkt natürlich der Spaßfaktor. Ich bin sehr froh, dass es in die Sommerpause geht und ich ein wenig Abstand gewinnen kann, denn meine Bilanz für die erste Jahreshälfte fällt nicht sehr positiv aus", meinte Stohl, der im Vorjahr noch WM-Vierter war, heuer jedoch derzeit nur Rang neun belegt. Auf das OMV Kronos Citroen World Rally Team wartet eine arbeitsintensive "Sommerpause".

Weit besser läuft es hingegen für den zweifachen Weltmeister Grönholm, der im achten Saison-Rennen bereits den dritten Sieg feierte. "Das ist natürlich toll, dass ich jetzt als Führender zu meinem Heimspiel komme", freut sich der dreifache Familienvater bereits auf das Finnland-Heimspiel. Für seinen Arbeitgeber Ford war es der 60. WM-Triumph. "Uns war es wichtig, mit dem zweiten Platz unsere Titelchancen zu wahren, auch wenn wir hier wieder zwei Punkte auf Grönholm verloren haben. Aber wir haben ja erst Halbzeit", meinte Verfolger Loeb.

Der Steirer Andreas Aigner (Mitsubishi) hatte mit Gesamt-Rang 16 viel mehr Freude als Stohl mit Platz acht. Aigner belegte in der seriennahen P-WRC-Wertung Rang zwei und damit sein bisher bestes Ergebnis. Und das, obwohl Aigner am Freitag auf Grund eines Reifenschadens mehr als drei Minuten verloren hatte. "Ich bin wirklich total happy. Mit diesem Resultat fällt viel Last von meinen Schultern. Jetzt ist das schon ein wenig verloren gegangene Selbstvertrauen wieder da", jubelte Aigner.


(apa/red)

3.6.2007 15:51