ÖOC-Präsident Wallner mit harten Worten:
"Peter Schröcksnadel ist einfach ein Häferl"
- 71-Jähriger äußert sich auch zu Doping und Salzburg
- Stellungnahme zu Kartnig: "Er ist einfach ein Spieler"
·Das wurde bei ÖSV- Athleten gefunden
Auszüge aus dem IOC- Protokoll im Wortlaut
·Erklärung ÖOC-Präsident Wallner
KLICKEN: Betrifft den
ÖOC-Sitzungs-Beschluss
·Auszüge aus IOC-
Urteilsbegründung
Kritik an Verantwortung von ÖOC und ÖSV
·Reaktionen auf die Entscheidung des ÖOC
Überharte Maßnahmen? Betroffene üben Kritik
·Schröcksnadel nicht mehr ÖOC-Vizeboss
PLUS: 13 ÖSV-Betreuer sind für Olympia gesperrt
ÖOC-Präsident Leo Wallner hat im Ö3-"Frühstück bei mir" in von ihm in dieser Deutlichkeit selten gehörten Worten zu Themen wie der Olympia-Doping-Affäre und den Chancen von Salzburg 2014 bei der Vergabe der Spiele am 4. Juli (Ortszeit) in Guatemala Stellung genommen. Außerdem äußerte sich der 71-Jährige aus gegebenem Anlass zu den Personen Peter Schröcksnadel und Hannes Kartnig.
Wallner zu den Sanktionen in der Turin-Affäre: "Es war richtig. Alleine der Besitz von gewissen Mitteln ist strafbar. Die Betreuer, die Eingang in die Quartiere haben, mussten das gesehen haben." Den Einspruch von Langlauf- und Biathlondirektor Markus Gandler, er habe von Blutbeuteln und medizinischen Gerätschaften im Quartier des Langlaufteams nichts gewusst, lässt Leo Wallner nicht gelten: "Wenn er das nicht gesehen hat, stimmt etwas nicht."
"Gute Chancen für Olympia 2014
Der Olympiabewerbung für Salzburg 2014 misst Wallner "gute Chancen zu". Gemeinsam mit Bundeskanzler Gusenbauer hofft er kurz vor der Abstimmung auch in Guatemala-City noch Stimmen zu bekommen. "Wir werden uns dort ein Appartement mieten, wo wir mit Stimmberechtigten reden können. Ich werde ganz strategisch entscheiden, für wen ist es eine Ehre, für wen eine Belästigung, wenn der Regierungschef kommt."
"Schröcksnadel ist ein Häferl"
Über den als ÖOC-Vizepräsidenten zurückgetretenen ÖSV-Präsidenten Peter Schröcksnadel sagte Wallner u.a.: "Es besteht aus meiner Sicht keine Vertrauensbasis mehr. Ich habe ihm den Rat gegeben und gesagt, er soll die Konsequenzen ziehen." Und weiter: "Herr Schröcksnadel ist ein Häferl, da darf man gewisse Sachen nicht so ernst nehmen. Die Diplomatie ist nicht seine Hauptaufgabe, da hat er sicher Probleme in der internationalen Darstellung."
Der seit vergangener Woche ehemalige Casinos-Austria-"General" meinte außerdem dazu, dass Kartnig in den Jahren 1998 bis 2007 insgesamt 2,9 Millionen Euro in den Casinos verspielt haben soll. "Vor dem Herrn Kartnig sind alle am Boden gelegen. Er wäre unter 100.000 Euro Umsatz nicht gekommen, der hat das gebraucht. Er ist ein echter Spieler." Kartnig am Spielen zu hindern, hatte Wallner nicht für gut befunden.
"Wir haben Auskünfte eingeholt und alles gemacht, was man tun kann, er hat genug verdient, um in diesen Höhen spielen zu können, deshalb gab es keinen Grund ihn zu sperren. Wir wollen große Spieler auch haben. Die kleinen sind völlig uninteressant." Und zu Kartnig speziell: "Ein Mensch, der so extrovertiert ist, seine Brusthaare und sein speckiges Haar in besonderer Form zeigt und mit dem Rolls Royce und Chauffeur vorfährt, muss mit Häme rechnen."
(apa/red)
