Samstag, 2. Juni 2007

Weitere Ermittlungen: Für ÖSV-Disziplinar-Kommission ist klar, dass es Helfer gab!

  • Hoffnung, dass Biathlet Perner sein Schweigen bricht
  • War Verbandsspitze eingeweiht? Bisher keine Indizien

Robert Wallner, Mitglied der Disziplinar-Kommission des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV), ist überzeugt, dass es im Doping-Skandal von Olympia 2006 in Turin Hintermänner geben muss. "Uns ist klar, dass es Helfer mit medizinischer Ausbildung geben muss. Bei Perner wurden Blutbeutel mit Blutresten gefunden. Es muss ein Blutzellenprozessor verwendet worden sein. Da muss es Helfer und Hintermänner gegeben haben", sagte der Staatsanwalt aus Liechtenstein im Ö1-Morgenjournal.

Der Disziplinar-Ausschuss hatte bekannt gegeben, dass Biathlet Wolfgang Perner während der Winterspiele Blutdoping angewendet hat. Der mittlerweile zurückgetretene Sportler hat sich dazu noch nicht geäußert.

"Ich hoffe, dass Herr Perner sein Schweigen bricht. Es ist an der Zeit, dass er sagt, wer ihm geholfen hat", sagte Robert Wallner in Ö1. "Uns liegen auch sonst Indizien vor, die in Richtung unerlaubter Methoden gehen. Damit werden wir Athleten und Betreuer konfrontieren. Es gibt aber keine Indizien, dass die Verbandsspitze und Präsident Peter Schröcksnadel etwas gewusst oder gefördert haben. Wir sind zur Zusammenarbeit mit der FIS bereit, um das aufzuklären." (apa/red)

2.6.2007 14:26