Verliert Ullrich seine Olympia-Medaillen? Für IOC-Präsident Rogge eine "Möglichkeit"!
- Aber nur wenn Radler des Dopings überführt würde
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Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Comitees (IOC), hat in einem Gespräch mit der belgischen Zeitung "Le Soir" bestätigt, dass es möglich sei, die olympischen Medaillen des deutschen Ex-Radprofis abzuerkennen, wenn dieser des Dopings überführt würde. "Das ist eine Möglichkeit, natürlich", sagte Rogge.
Das IOC "wird den Enthüllungen von mehreren Fahrern des Teams Telekom nachgehen, da unter ihnen auch welche sind, die an Olympischen Spielen teilgenommen haben, wie etwa Ullrich, (Andreas, Anm.) Klöden oder (Erik, Anm.) Zabel", erklärte Rogge.
Darüber hinaus werde auch den Geständnissen der Mediziner der Universität Freiburg nachgegangen. "Das Ziel ist herauszufinden, in welchem Zeitraum das Doping vorgenommen wurde", so Rogge weiter. Ullrich hatte bei den Spielen 2000 in Sydney Gold im Einzelstraßen- Rennen und Silber im Zeitfahren gewonnen. Andreas Klöden hatte im Einzelstraßen-Rennen Bronze geholt.
Der Radsport erlebe laut Rogge generell eine Wende. Bezüglich der "Operation Peurto", im Zuge derer Dopingfunde in Spanien eine Skandal im Radsport ausgelöst hatten, erhofft sich Rogge restlose Aufklärung. (apa/red)
