Donnerstag, 31. Mai 2007

Wegen Doping-Affäre bei Olympia: Jetzt
wird auch gegen Schröcksnadel ermittelt!

  • FIS erwartet Entschuldigung gegenüber der Sportwelt
  • Skandal kostet Salzburg für Bewerbung Stimmen

Das Doping Panel des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) wird sich in seinen Untersuchungen im Rahmen der Affäre um österreichische Langläufer und Biathleten bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin auch mit der Rolle von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel befassen. "Diese Kommission ist unabhängig und kann daher gegen jeden ermitteln, auch gegen andere Personen", wurde FIS-Präsident Gian-Franco Kasper in einer österreichischen Tageszeitung zitiert.

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden laut Kasper aber nicht vor dem 4. Juli bekannt gegeben, um die Bewerbung Salzburgs um die Olympischen Winterspiele 2014 durch die Affäre nicht noch weiter in Mitleidenschaft zu ziehen. Dann entscheidet die Vollversammlung des IOC in Guatemala nämlich über den Zuschlag. "Die eine oder andere Stimme wird's gekostet haben", sagte Kasper in einem Interview mit der Tageszeitung "Der Standard" in Bezug auf den Umgang mit der Doping-Affäre.

Das Verhältnis zu Schröcksnadel bezeichnete Kasper im "Standard als "nicht das allerbeste. Ich halte ihn für eine äußerst schwierige Person. Mit ihm zu verhandeln ist nicht leicht", erklärte der FIS-Präsident. "Die Probleme spielen sich auf einer persönlichen Ebene ab." Laut Kasper müsse der ÖSV seine internen Untersuchungen jetzt möglichst transparent durchführen. "Und am Ende, das muss ich sagen, erwarten wir auch eine Entschuldigung gegenüber der Sportwelt." (apa/red)

31.5.2007 20:42